In Schleswig-Holstein ist die Stimmung am Wohnungsbaumarkt alles andere als rosig. Die Zahlen für 2025 zeigen einen drastischen Rückgang: Nur 8.942 Wohnungen wurden fertiggestellt, was einem Rückgang von 19 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Ein bitterer Brocken, insbesondere wenn man bedenkt, dass der Rückgang hier sogar über dem Bundesdurchschnitt von minus 18 Prozent liegt. Die neu geschaffene Wohnfläche ist um 17,4 Prozent geschrumpft. Das lässt einen schon nachdenklich werden, oder?
Auf den ersten Blick könnte man denken, das sei nur eine vorübergehende Phase, aber die Realität sieht anders aus. Bei den Neubauten wurden 7.895 Wohnungen errichtet, während 1.047 durch Baumaßnahmen an bestehenden Gebäuden entstanden. Besonders markant: Der Großteil der neuen Wohnungen – 4.976 an der Zahl – wurde in Mehrfamilienhäusern mit drei oder mehr Wohnungen gebaut. Das zeigt, dass die Nachfrage nach gemeinschaftlichem Wohnraum weiterhin besteht, auch wenn die Zahlen nicht für Jubelstimmung sorgen.
Wachstum bei Baugenehmigungen und der Zukunft des Wohnungsbaus
Ein Lichtblick könnte die Steigerung der Baugenehmigungen sein, die um 10,6 Prozent auf 10.624 Wohnungen zugenommen haben. Ende des Jahres 2025 waren fast 12.000 Wohnungen im Bau, also gibt es Hoffnung, dass sich die Lage bald bessert. Dennoch bleibt die Frage: Warum stagniert die Fertigstellung? Innenministerin Magdalena Finke (CDU) macht den Ukrainekrieg dafür verantwortlich, der nicht nur den Bau, sondern auch die gesamte Wirtschaft aus den Fugen geraten hat. Sie betont, dass es wichtig sei, den Wohnungsbau wieder anzukurbeln.
Eine positive Entwicklung ist die Erhöhung der Landesmittel für soziale Wohnraumförderung in den letzten Jahren. Für 2027 sollen bundes- und landesweit mehr als 400 Millionen Euro bereitgestellt werden, um mietpreisgebundenen Wohnraum zu schaffen. Das könnte vielen Wohnungssuchenden auf die Sprünge helfen. Andreas Breitner, Direktor des Verbands norddeutscher Wohnungsunternehmen, fordert dringend schnellere Baugenehmigungsverfahren und eine bessere Verfügbarkeit von Grundstücken, um den Druck auf den Wohnungsmarkt zu verringern. Schließlich ist die Situation für Wohnungssuchende alles andere als angenehm.
Ein Blick auf die Zahlen und Statistiken
Die Zahlen hinter den Baugenehmigungen und -fertigstellungen sind nicht nur wichtig für Bauunternehmen und Investoren, sondern auch für die Politik. Sie liefern unverzichtbare Informationen für gesetzgebende Körperschaften, Bundes- und Landesregierungen sowie für Bau- und Handwerksverbände. Das wiederum hat direkte Auswirkungen auf die Wirtschaftslage im Baugewerbe. Statistiken über die Art der Bautätigkeit, die Gebäudeart und die Größenordnung der Bauprojekte sind entscheidend, um die Situation im Immobilienmarkt richtig einschätzen zu können.
Die Statistiken zeigen auch, dass die durchschnittliche Größe der neu geschaffenen Wohnungen 90,4 m² beträgt – ein Anstieg von 3,7 Quadratmetern im Vergleich zum Vorjahr. Das könnte darauf hindeuten, dass die Menschen nach mehr Platz streben, vielleicht auch in Anbetracht der aktuellen Lebensumstände. Die meisten neuen Wohnungen wurden in den Kreisen Nordfriesland, Segeberg und Ostholstein gebaut. Ein paar Zahlen, die einem ein Gefühl für die Lage geben!
Mit all diesen Herausforderungen und Veränderungen bleibt die Frage nach der Zukunft des Wohnungsbaus in Schleswig-Holstein spannend. Die Entwicklungen auf dem Markt und die Reaktionen der Politik werden entscheidend sein, um ein Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage herzustellen und den Menschen ein Zuhause zu bieten, das sie sich leisten können.