In Lübeck, wo die Wellen der Ostsee sanft gegen die Küste plätschern, gibt es ein ganz besonderes Projekt, das Herzen berührt und kleinen Kämpfern Hoffnung schenkt. Das Projekt „Geschichten, die Mut machen!“ des Kulturtalers Lübeck e. V. und des Literaturforums Lübeck hat es sich zur Aufgabe gemacht, den jungen Patienten der Kinderstation des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein (UKSH) eine Auszeit vom Klinikalltag zu bieten. Hier, wo die Wände oft trist und die Tage lang erscheinen, bringen Geschichten und persönliche Begegnungen mit Autor:innen Licht ins Dunkel. Es geht darum, die Kids aus der digitalen Welt zu holen und sie in die faszinierende Welt der Literatur zu entführen. Mut, Freude und Zuversicht – drei Dinge, die in diesen schweren Zeiten so dringend gebraucht werden.
Die Erlebnis-Lesungen, die für das Jahr 2026 geplant sind, versprechen, ein echtes Highlight zu werden. Gleich drei großartige Autor:innen haben sich angekündigt: Jochen Wildt am 19. Mai, Johanna Klement am 23. Juni und Barbara Leder am 28. Juli. Diese Veranstaltungen sind speziell für die kleinen Patienten der Kinderstation gedacht und nicht öffentlich zugänglich. Aushänge in der Klinik informieren die Familien darüber – eine kleine, aber feine Geste, die zeigt, wie wichtig es ist, den Alltag ein Stück weit hinter sich zu lassen.
Ein Ort der Hoffnung und Heilung
Die Kinderstation des UKSH in Lübeck hat eine lange Tradition. Seit über 170 Jahren kümmert man sich hier um die Gesundheit der jüngsten Patienten – egal ob es sich um akute, schwere oder chronische Erkrankungen handelt. Rund um die Uhr stehen Fachkräfte bereit, um eine umfassende und kompetente Versorgung zu gewährleisten. Die Klinik ist ein universitäres Zentrum der Maximalversorgung und bietet ein breites Spektrum an hochspezialisierter Medizin, Ausbildung sowie Forschung.
Besonders wichtig ist dabei die kinder-, jugend- und familienfreundliche Umgebung. Hier wird nicht nur geheilt, sondern auch das Wohlbefinden der kleinen Patienten gefördert. Schließlich ist eine positive Atmosphäre während des Heilungsprozesses von großer Bedeutung. Die Klinik bietet neben ambulanter Versorgung auch Spezialsprechstunden, Nachsorgekonzepte und Schulungsangebote an.
Ein starkes Team für starke Kinder
Die Kinderklinik ist ein wahres Kompetenzzentrum, in dem unterschiedlichste Fachbereiche Hand in Hand arbeiten. Sei es in der Diabetologie, der Gastroenterologie oder der Kinderkardiologie – hier wird alles getan, um den kleinen Patienten die bestmögliche Betreuung zu bieten. Die interdisziplinäre Behandlung ist ein zentraler Baustein, um auch in schwierigen Situationen eine hohe Versorgungsqualität sicherzustellen. Die enge Zusammenarbeit mit anderen Fachgebieten wie der plastischen Chirurgie, HNO oder Augenheilkunde zeigt, wie wichtig Vernetzung in der Medizin ist.
Das Engagement hört jedoch nicht bei der medizinischen Versorgung auf. Unterstützt wird das Projekt „Geschichten, die Mut machen!“ auch von Professor Dr. med. Wolfgang Göpel, dem Direktor der Kinderklinik. Sein Einsatz unterstreicht die Bedeutung von Kunst und Kultur in der Gesundheitsversorgung. Zudem erhält das Projekt Förderung durch die Bluhme und Jebsen Stiftung sowie den Freunde- und Förderverein des UKSH, der sich für die Stärkung der universitären Gesundheitsversorgung einsetzt.
Insgesamt zeigt sich, wie wichtig es ist, den jungen Patienten nicht nur medizinisch, sondern auch emotional zur Seite zu stehen. Denn in einer Zeit, in der viele Kinder mit psychischen Belastungen und chronischen Krankheiten kämpfen, sind Projekte, die Mut machen, mehr als nur eine schöne Idee – sie sind eine Notwendigkeit. Die Geschichten, die hier erzählt werden, sind nicht nur Worte auf Papier; sie sind Brücken zu einer hoffnungsvolleren Zukunft.