Die Schleifähre „Missunde III“ sorgt im schönen Schleswig-Holstein für jede Menge Gesprächsstoff. Eigentlich sollte sie nach ihrer letztlich viel zu späten Inbetriebnahme – ja, die Verzögerung von zwei Jahren war echt kein Zuckerschlecken – endlich für eine reibungslose Verbindung zwischen den Gemeinden nördlich des Schlei-Meeresarms und Städten wie Eckernförde und Kiel sorgen. Doch nun, wie könnte es anders sein, fällt die Fähre voraussichtlich bis Mitte Juni aus! Der Grund? Ein beschädigter Antriebsriemen, der dringend ausgetauscht werden muss. Der Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz Schleswig-Holstein hat die Sache im Griff und steht im Austausch mit der Werft Hermann Barthel, wo die „Missunde III“ einst das Licht der Welt erblickte.
Besonders ärgerlich ist die Situation für die Pendler und Anwohner rund um die Schlei. Seit 2020 ist die Lindaunisbrücke für den Autoverkehr gesperrt, was bedeutet, dass viele einen Umweg von bis zu 15 Kilometern in Kauf nehmen müssen. So wird nicht nur die Verbindung zwischen den Orten erschwert, sondern auch die Kosten für Kraftstoff treiben die Menschen in die Verzweiflung – bei den aktuellen Preisen ist das echt kein Spaß mehr. Die alte Fähre „Missunde II“, die als Übergangslösung gedacht war, kann leider nicht helfen, da sie nicht zu den neuen Anlegern passt. Eine echte Vollkatastrophe!
Der Chaos-Teufelskreis
Ein weiterer Dämpfer für alle Beteiligten: Der Anlegemanöver der „Missunde III“ funktioniert noch nicht zuverlässig. Bei Testfahrten zeigte sich, dass sie bei Wind über drei Beaufort nicht sicher anlegen kann. Das Verkehrsministerium hat die Fähre als „Unikat“ bezeichnet und erklärt, dass viele Probleme nicht vorhersehbar waren. Die Interessengemeinschaft Fähre Missunde denkt sogar über eine Klage gegen das Land Schleswig-Holstein nach. Der Sprecher des LKN, Wolf Paarmann, kann leider keinen genauen Zeitpunkt für den Fährbetrieb nennen.
Die Aufregung um die Fähre ist groß, und die Sorgen um die wirtschaftlichen Folgen sind nicht unbegründet. Christian Janik, Betreiber der Marina Brodersby, äußert, dass der Fahrradtourismus einbricht. Der Testbetrieb, der am 23. März 2024 begann, offenbarte viele Schwächen. Die Anleger müssen nachgerüstet werden, und die Umbaukosten für die Anleger und die neue Fähre belaufen sich auf etwa 1,3 Millionen Euro, die aus Rücklagen des Landesbetriebs finanziert werden. Die alte Fähre „Missunde II“ wurde für 50.000 Euro zurückgekauft, nachdem sie zuvor für 17.000 Euro verkauft wurde. Ein echter Rückschritt, der die Situation nur noch komplizierter macht.
Hoffnung auf Besserung?
Ehrlich gesagt, die Neuigkeiten sind nicht die besten. Der ursprünglich geplante Start der Elektro-Solar-Fähre „Missunde III“ am 1. April 2024 wurde auf unbestimmte Zeit verschoben. Dabei sollte die Fähre die Orte Kosel und Brodersby im Kreis Rendsburg-Eckernförde verbinden. Bei idealen Witterungsbedingungen sah es ja zunächst ganz gut aus, doch die Realität hat uns schnell eingeholt. Mit einer Beladung von rund 40 Tonnen klappte das Anlegen nicht mehr so gut wie erhofft. Der Frust ist spürbar, und man fragt sich, wann endlich ein Lichtblick am Horizont auftaucht.
Die „Missunde III“ hat bereits eine lange Leidensgeschichte hinter sich, und die Hoffnungen auf einen reibungslosen Betrieb scheinen im Moment in weiter Ferne zu liegen. Vielleicht gibt es bald positive Nachrichten, aber bis dahin bleibt nur, die Daumen zu drücken und auf eine baldige Lösung zu hoffen.