Heute ist der 23.05.2026 und Uelzen bereitet sich – wie so oft – auf eine mögliche Preiserhöhung der Spritpreise zur Mittagszeit vor. Die Luft ist erfüllt von der Erwartung, die sich in den Gesichtern der Autofahrer widerspiegelt. Um 06:04 Uhr lagen die aktuellen Literpreise für Benzin und Diesel auf einem teilweise schwindelerregenden Niveau: Super kostete stolze 2,059 Euro, E10 lag bei 2,00 Euro und Diesel war mit 1,958 Euro auch nicht viel günstiger. Da hilft der Tankrabatt, der seit dem 1. Mai und bis Ende Juni 2026 gilt, immerhin etwas – er senkt die Steuerlast um etwa 16,7 Cent pro Liter. Ein Lichtblick, wenn man bedenkt, dass die Preise stark von Ölpreisniveau, Wechselkursen und der Preisgestaltung der Mineralölkonzerne abhängen.
In Uelzen gibt es jedoch auch erfreuliche Nachrichten: Die Benzinpreise unterscheiden sich je nach Tankstelle, und zwar um bis zu 4 Cent für Super und E10 sowie bis zu 11 Cent für Diesel. Wer also clever tankt, kann bei einer 50-Liter-Tankfüllung Diesel bis zu 5,50 Euro sparen. Das sind doch immerhin ein paar Euro für die Kaffeekasse! Die günstigsten Tankstellen in der Stadt sind die HEMT, HEMA und STAR, die alle an verschiedenen Standorten in Uelzen zu finden sind. Dort kann man Super für 2,049 Euro, E10 für 1,989 Euro und Diesel für 1,929 Euro tanken – das klingt doch schon viel besser!
Die Tankstellen im Fokus
Ein Blick auf die Tankstellen zeigt, dass man auf der Tile-Hagemann-Str. 17 bei HEMT, in der Alewinstr. A 1 bei HEMA oder in der Bernhard-Nigebur-Straße 1 bei STAR die besten Preise findet. Aber nicht nur diese: Auch die Tankstelle an der Celler Str. 25 (FELTA) bietet die gleichen günstigen Preise an. Ein kleines Geheimnis, das man mit Freunden teilen kann! Die Supermarkt-Tankstelle in der Fischerhofstraße hat auch noch akzeptable Preise, aber da ist man mit 2,069 Euro für Super und 1,999 Euro für Diesel schon ein bisschen am oberen Rand der Preisskala.
Die Preise werden übrigens dreimal täglich aktualisiert – morgens, mittags und abends. So bleibt man immer auf dem Laufenden und verpasst nicht die besten Angebote. Aber seien wir ehrlich, manchmal ist man einfach froh, überhaupt einen Parkplatz an der Tankstelle zu finden.
Ein Blick über den Tellerrand
Die Bundesregierung hat sich etwas einfallen lassen, um die Autofahrer zu entlasten: Sie plant, die Energiesteuer auf Benzin und Diesel um rund 17 Cent brutto je Liter für zwei Monate zu senken. Ein guter Ansatz, um den hohen Spritpreisen entgegenzuwirken, allerdings gibt es auch kritische Stimmen. Ökonomen wie Aaron Praktiknjo von der RWTH Aachen bezeichnen die Maßnahme als ineffizient, weil auch wohlhabende Haushalte davon profitieren würden. Die Debatte um gezielte Hilfen für Geringverdiener wird immer lauter. Vorschläge wie Einmalzahlungen basierend auf Einkommen oder regionale Differenzierungen stehen im Raum.
Ein Blick zurück auf den Tankrabatt 2022 zeigt, dass die Energiesteuer damals um 29,55 Cent je Liter Benzin und 14,04 Cent je Liter Diesel gesenkt wurde. Das Ziel war es, den Preisanstieg nach dem russischen Angriff auf die Ukraine abzufedern. Die Ersparnis war beachtlich, doch anfangs wurde der Rabatt zu 87 % bei Diesel und 71 % bei Superbenzin E10 an die Verbraucher weitergegeben. Im Laufe der Zeit ließ die Weitergabe nach, besonders in Regionen mit wenig Wettbewerb. Wer hätte gedacht, dass die Spritpreise so viel über die Wirtschaft und unser Verhalten aussagen?
Hohe Spritpreise haben auch eine Signal- und Steuerungsfunktion – sie sollen die Verbraucher anregen, weniger zu fahren und umweltbewusster zu handeln. Die Frage bleibt, ob eine Senkung der Energiesteuer die Nachfrage nach Sprit erhöhen und die Knappheit verschärfen könnte. Claudia Kemfert vom DIW bezeichnet die Senkung als „energiepolitischen Kurzschluss“, und die Kosten für einen Tankrabatt in der Größenordnung wie 2022 werden auf etwa 3,2 Milliarden Euro pro Quartal geschätzt. Ein großer Brocken, den die Regierung da stemmen muss!
Die Situation bleibt spannend – ob man nun über die Preise an der Tankstelle schimpft oder sich über einen kleinen Rabatt freut, die Diskussion um die Spritpreise wird uns wohl noch eine Weile begleiten.