Heute ist der 21.05.2026, und in Uelzen hat der Abfallwirtschaftsbetrieb des Landkreises Uelzen (awb) an einem Nachhaltigkeitstag an der Woltersburger Mühle auf sich aufmerksam gemacht. Hier wurde nicht nur über die richtige Befüllung von Bioabfallbehältern informiert, sondern auch das große Interesse der Bürger am Infostand deutlich. Johannes Antpöhler, der Abfallberater des awb, berichtete mit einem Funkeln in den Augen von den zahlreichen Gesprächen, die er geführt hat. Es war fast schon aufregend zu sehen, wie viele sich für die richtige Mülltrennung interessierten. Wer hätte gedacht, dass Abfallwirtschaft so spannend sein kann?
Die Mitarbeiter des awb waren fleißig im Einsatz und klärten die Besucher über die verschiedenen Abfallarten auf. Seit 2011 dürfen sogar gekochte Speiseabfälle im Biobehälter mit dem braunen Deckel entsorgt werden. Das ist eine tolle Sache, denn so kann man doch einiges an wertvollem Abfall retten! Aber Vorsicht: Rohes Fleisch und Knochen gehören nach wie vor in den Restabfall. Es ist schon verrückt, aber bei der letzten Restabfallanalyse wurde festgestellt, dass knapp 40 Prozent der organischen Küchen- und Gartenabfälle im Restabfall landen – da kann einem schon die Kinnlade runterklappen!
Die Bedeutung der richtigen Trennung
Falsche Entsorgung bedeutet, dass diese Menge der Verwertung in der Vergärungs- und Kompostierungsanlage in Borg entzogen wird. Das ist nicht nur schade, sondern könnte auch fast jeden dritten Transport zur Verbrennungsanlage in Helmstedt verhindern. Und ganz ehrlich – das würde unseren Gebührenhaushalt ordentlich entlasten! Nur Bioabfall aus dem Bioabfallbehälter kann für die Gewinnung von Strom und Wärme in Borg genutzt werden. Gekochte Speiseabfälle sind dabei besonders wertvoll für die Bakterien in der Biogasanlage, die das begehrte Methan erzeugen. Wer hätte gedacht, dass der Abfall von gestern so viel Gutes für morgen tun kann?
Der Gärrest aus den Fermentern wird dann kompostiert und zu hochwertigem Dünger verarbeitet. Und wer hätte gedacht, dass Kompost die Wasserhaltefähigkeit des Bodens verbessert? Besonders in den sandigen Böden rund um Uelzen ist das von immenser Bedeutung. Der awb appelliert daher eindringlich an alle Kunden, nur Bioabfall aus der Biotonne zu verwerten. Und für den Fall, dass der Platz in der Biotonne doch nicht ausreicht, kann man für nur 1,50 Euro einen 70 l-Bio-Zustellsack bekommen. Also, keine Ausreden mehr!
Der Abfallwirtschaftsbetrieb Uelzen im Überblick
Der Abfallwirtschaftsbetrieb Landkreis Uelzen (awb) ist ein kommunaler Eigenbetrieb und erfüllt seit 2002 die abfallwirtschaftlichen Aufgaben in der Region. Unter dem Motto „Vermeiden, Wiederverwenden, Recyceln und Entsorgen“ agiert der Betrieb mit einem klaren Fokus auf Rechtssicherheit, Umweltschutz und Wirtschaftlichkeit. Dabei plant, organisiert und steuert der awb alle Bereiche der Abfallwirtschaft mit modernster Anlagentechnik. Die zuverlässigen und umweltfreundlichen Entsorgungsdienstleistungen richten sich an Privathaushalte, Gewerbebetriebe und sonstige Einrichtungen im Landkreis Uelzen.
Es ist ein bisschen wie eine große Familie, in der jeder seinen Teil dazu beiträgt, die Umwelt zu schützen und die Abfallwirtschaft auf das nächste Level zu heben. Letztendlich sind wir alle in der Pflicht, unseren Teil zu leisten. Wenn wir alle ein bisschen mehr auf die Trennung unseres Abfalls achten, können wir gemeinsam dafür sorgen, dass weniger Müll verbrannt werden muss und mehr in der Kreislaufwirtschaft landet. Das klingt doch nach einem Plan, oder?