In einem mitreißenden Stadtderby hat der TV Jahn Delmenhorst am vergangenen Sonntag eine herbe Niederlage gegen SV Tur Abdin Delmenhorst einstecken müssen. Mit 0:6 wurde das Team von Trainer Christopher Demir abgewatscht, und der Klassenerhalt in der Fußball-Bezirksliga rückt für sie in weite Ferne. Nachdem Abdin zuvor sechs Spiele in Serie nicht gewinnen konnte, war dieser Sieg ein echter Befreiungsschlag. Die Tore fielen dabei in regelmäßigen Abständen – schon in der ersten Halbzeit sorgten Patrick Schulz (14.) und Merqim Bajqinovci (29.) für eine 2:0-Führung.

Demir, der am Saisonende sein Traineramt niederlegt, hatte sein Team vor dem Spiel noch einmal motiviert. „Wir müssen heute gewinnen, um mit einem guten Gefühl abzutreten!“, rief er. Doch die Realität sah anders aus. Abdin setzte auf eine veränderte Taktik und eine geschlossene Mannschaftsleistung, die sich auszahlen sollte. In der zweiten Halbzeit legten sie noch einmal nach: Manuel Celik (64.), Thomas Karli (68.), Schulz (81.) und Atila Gürses (83.) sorgten für das endgültige 6:0. Es war ein Spiel, das Demir als hervorragenden Abschluss für sein letztes Heimspiel bezeichnete – allerdings nicht für die Fans des TV Jahn.

Abstiegskampf auf der Kippe

Mit dieser Niederlage muss der TV Jahn um den Klassenerhalt bangen. Aktuell haben sie zusammen mit TuS Obenstrohe jeweils 26 Punkte, während VfR Wardenburg mit 23 Punkten den ersten Abstiegsrang belegt. Wardenburg braucht aus den verbleibenden zwei Partien mindestens vier Punkte, um die Chance auf den Klassenerhalt zu wahren. Der TV Jahn hat noch zwei Heimspiele vor der Brust: am 29. Mai gegen den FC Rastede und am 5. Juni gegen den Heidmühler FC. Die Fans werden sich die Daumen drücken müssen, denn es bleibt spannend bis zum Schluss.

Die Aufstellung des TV Jahn bestand aus Sinn, Gradtke, F. Dittmar, Köhler, Kaufmann, Torske, Elsen, J. Dittmar, Reh, Ibrahim und Bhandal. Auf Seiten von Abdin standen Schröder, M. Sen, Thüroff, M. Celik, Schulz, T. Karli, Youm, Hager, Yussef, Isso und Bajqinovci auf dem Platz. Die klare Dominanz von Abdin war über das gesamte Spiel spürbar.

Ein Blick auf die Liga

Mit dem Blick auf die übergeordneten Ligen gibt es im Fußball einige spannende Entwicklungen. In der Regionalliga Südwest etwa hat die TSG Hoffenheim II die Meisterschaft geholt und steigt in die 3. Liga auf. Gleichzeitig stehen einige Teams vor dem Abstieg, darunter der FC Gießen und Eintracht Frankfurt II. Ein Absteiger weniger kommt aus Rheinland-Pfalz und dem Saarland, was den Aufsteigern wie TSV Schott Mainz und SG Sonnenhof Großaspach zugutekommt.

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Die Situation in den Bezirksligen ist ähnlich spannend. Meister wie der SV Eintracht Mendig aus der Bezirksliga Mitte werden in die Rheinlandliga aufsteigen, während andere Teams um den Verbleib in ihrer Liga kämpfen. So bleibt der Fußball in Norddeutschland und darüber hinaus ein lebendiger und emotionaler Wettbewerb, der die Fans an die Plätze fesselt.