In Delmenhorst tut sich was – und zwar einiges! Die Stadt plant eine umfassende Reform des Liniennetzes, die ab Anfang 2027 in Kraft treten soll. Delbus, der lokale Verkehrsunternehmer, hat sich dabei auf anonymisierte Mobilitätsdaten von Mobilfunkanbietern gestützt. Der Grund? Die Veränderungen im Fahrverhalten der Menschen nach der Corona-Pandemie. Ein Thema, das uns allen am Herzen liegt, denn wie oft haben wir uns über lange Wege zur nächsten Haltestelle beschwert? Ein Beispiel: Die Bewohner des Riedewegs müssen oft 600 bis 800 Meter zurücklegen, um den Bus zu erreichen. Das ist schon eine ganz schöne Strecke!

Delbus-Geschäftsführer Carsten Hoffmann hat sich der Problematik angenommen. Der Durchschnittsweg beträgt zwar 450 Meter, aber das ist für viele einfach zu weit. Interessanterweise gibt es in Delmenhorst rund 1700 Ehrenamtliche, die sich Unterstützung im ÖPNV wünschen. Vergünstigungen sind hier der Wunsch vieler, auch wenn Hoffmann betont, dass die Kosten dafür hoch sind. Der Ehrenamtspass, der unter bestimmten Bedingungen Vergünstigungen in städtischen Einrichtungen ermöglicht, könnte hier eine Lösung sein.

Innovationen für eine grünere Zukunft

Ein weiterer spannender Punkt ist die Einführung einer automatischen Fahrgastzählung in den Bussen. Diese Maßnahme soll dabei helfen, das Nutzungsverhalten der Fahrgäste besser zu verstehen. Momentan werden in Delmenhorst 70,5% der zurückgelegten Kilometer mit dem Auto gefahren, während nur 15% auf den Bus entfallen. Hier gibt es also noch reichlich Luft nach oben! Hoffmann möchte das Liniennetz anpassen, um mehr Autofahrer zu gewinnen und gleichzeitig die Dekarbonisierung des Busnetzes voranzutreiben. Aktuell testet Delbus bereits acht Elektrobusse – ein Schritt in die richtige Richtung!

Doch das ist nicht alles. Ein Förderprogramm des Bundes, das „Modellprojekte zur Stärkung des ÖPNV“ unterstützt, könnte Delmenhorst zusätzliche Impulse geben. Ziel dieses Programms ist es, ein attraktiveres Angebot im öffentlichen Personennahverkehr zu schaffen und CO2-Emissionen zu reduzieren. Das umfasst unter anderem die Einführung von flexiblen On-Demand-Verkehren, die Schaffung von Mobilitätsstationen und die Verbesserung der Barrierefreiheit. Ein Schritt in die richtige Richtung, der auch den ländlichen Raum im Blick hat. Bis Ende 2025 stehen dafür rund 120 Millionen Euro zur Verfügung!

Nachhaltigkeit und CO2-Reduktion

In Zeiten von Klimawandel und Umweltbewusstsein ist es umso wichtiger, über alternative Kraftstoffe nachzudenken. Das Umweltbundesamt diskutiert beispielsweise die Rolle von strombasierten, alternativen Kraftstoffen wie Wasserstoff und synthetischen Kraftstoffen. Diese sind zwar eine Option für den Schwerlastverkehr und andere Bereiche, aber im Straßenverkehr eher nicht so profitabel – da sind Elektromotoren einfach effizienter. Dennoch wird es entscheidend sein, auch in Delmenhorst die richtigen Weichen zu stellen, um bis 2045 klimaneutral zu werden. Die Herausforderungen sind groß, doch mit den richtigen Ansätzen und einer engagierten Bevölkerung könnte das gelingen!

Werbung
Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Wer weiß, vielleicht stehen wir in ein paar Jahren an der Haltestelle, und der Bus kommt pünktlich, voll elektrisch und mit einem Lächeln auf dem Gesicht des Fahrers. Das wäre doch mal was! Bis dahin bleibt es spannend, wie sich die Pläne von Delbus und die Möglichkeiten des Förderprogramms entwickeln. Ein bisschen Geduld und eine Portion Optimismus sind gefragt!