In Delmenhorst wird es bunt und vielfältig! Vom Montag bis Samstag, dem 23. Mai, beteiligt sich die Stadt an der „Aktionswoche Toleranz und Vielfalt“. Ein Ereignis, das nicht nur den Kalender füllt, sondern auch die Herzen berührt. Die Eröffnung der Wanderausstellung „Toleranzräume“ auf der Hertie-Fläche wird von Oberbürgermeisterin Petra Gerlach (CDU) vorgenommen. Dabei wird sie von Gönül Bagi und dem Chor der türkischen Kunstmusik begleitet – ein musikalisches Fest der Kulturen!
Die Ausstellung selbst ist ein echter Hingucker und zeigt Toleranz als einen spannenden Verhandlungsprozess. Sie fordert dazu auf, sich mit Respekt und gesellschaftlicher Toleranz auseinanderzusetzen. Zahlreiche Einrichtungen, wie die Städtische Galerie und das Turbinenhaus, wirken bei dieser Aktionswoche mit. Projektleiterin Vivien Piayada vom Verein „Toleranz-Tunnel“ hebt hervor, dass die Ausstellung nicht auf die fehlende Toleranz hinweist, sondern vielmehr die Möglichkeiten von Toleranz aufzeigt. In einer Stadt wie Delmenhorst, die Menschen aus etwa 120 Nationen vereint, ist das mehr als nur ein schönes Wort – es ist eine Notwendigkeit!
Einblicke in die Ausstellung
Die Ausstellung ist interaktiv gestaltet und in zwei Bereiche unterteilt. Im Innenraum wird der Begriff der Toleranz und historische Beispiele behandelt, während der Außenbereich Alltagsbeispiele zeigt. Das Besondere: Sie ist für alle Altersgruppen geeignet! Rund um die Uhr geöffnet, bietet sie bis Freitag, dem 22. Mai, öffentliche Führungen an. Wer mehr erfahren möchte, kann sich auf delmenhorst.de/vielfalt informieren oder direkt per E-Mail an integration@delmenhorst.de anmelden.
In der letzten Woche hat der IDAHOBITA (Internationaler Tag gegen Homo-, Bi-, Inter-, Trans- und Asexuellenfeindlichkeit) am 17. Mai auf die Herausforderungen aufmerksam gemacht, denen queere Menschen immer noch gegenüberstehen. Auch wenn die WHO 1990 Homosexualität aus der Liste psychischer Krankheiten strich und Transgeschlechtlichkeit 2019 nicht mehr als Krankheit eingestuft wurde, ist die Realität oft eine andere. Angst in verschiedenen Lebensbereichen ist für viele queere Menschen nach wie vor ein ständiger Begleiter. Übergriffe bleiben oft unsichtbar, da die Betroffenen diese nur selten anzeigen.
Toleranz als Haltung
ToleranzRäume stehen für den Schutz der Menschenwürde, Respekt und Vielfalt – unabhängig von Geschlecht, Identität oder sexueller Orientierung. Haltung zeigen bedeutet, nicht wegzuschauen, nicht zu schweigen und nicht zu relativieren. Die Ausstellung in Delmenhorst hat das klare Ziel, Inspiration zu bieten für mehr Respekt und gesellschaftliche Toleranz. Verhandlungsprozesse rund um die Grenzen der Toleranz werden thematisiert.
Die Aktionswoche ist mehr als nur eine Veranstaltung; sie ist ein Aufruf zur Auseinandersetzung mit der Frage, was es bedeutet, in einer vielfältigen Gesellschaft zu leben. In einer Zeit, in der wir mehr denn je aufgefordert sind, miteinander zu reden, zu hören und zu lernen, zeigt Delmenhorst, wie wichtig Räume der Begegnung sind. Vielleicht ist es genau das, was wir brauchen: Ein bisschen mehr Mut, ein bisschen mehr Verständnis und vor allem ein bisschen mehr Toleranz füreinander!