Heute ist der 18. Mai 2026, und während in Delmenhorst die ersten Sonnenstrahlen den Tag begrüßen, brodelt es gewaltig im öffentlichen Nahverkehr Niedersachsens. Die Gewerkschaft ver.di hat zu Warnstreiks aufgerufen, und die Wellen der Unruhe schlagen hoch. Am 19. und 20. Mai stehen die Beschäftigten in Göttingen auf der Barrikade, und das ist erst der Anfang. Auch in Delmenhorst, Braunschweig, Hildesheim, Wolfsburg und Lüchow sind für die folgenden Tage Aktionen geplant. Ein wahrer Sturm zieht durch die Städte!
Die Hintergründe sind alles andere als erfreulich. Nach vier erfolglosen Verhandlungsrunden fühlen sich die Beschäftigten im ÖPNV in Niedersachsen übergangen. Die Arbeitgeber zeigen sich wenig kompromissbereit, was die Forderungen zur Senkung der Arbeitsbelastung angeht. Stefanie Weiß von ver.di Niedersachsen-Bremen hat klare Worte gefunden: „Es gibt keine ausreichende Kompromissbereitschaft der Arbeitgeber.“ Das lässt aufhorchen und zeigt, dass die Situation ernst ist. Bereits am 15. und 16. Mai gab es Arbeitsniederlegungen in Osnabrück, und die Wogen scheinen nicht zu glätten.
Geplante Aktionen und Streikorte
Am 21. Mai wird die Situation weiter eskalieren. Hier sind die Streikaktionen für die betroffenen Betriebe aufgelistet:
- Delbus: 09:00 Uhr am ZOB Delmenhorst.
- BSVG: 10:00 Uhr auf dem Betriebshof Lindenberg.
- Lüchow-Schmarsauer-Eisenbahn: 07:30 Uhr auf dem Betriebshof mit Streikkundgebung in der Roland-Brandin-Straße in Lüchow.
- Stadtverkehr Hildesheim: 08:00 Uhr auf dem Betriebshof (Hermann-Roemer-Straße 4 in Hildesheim).
- Wolfsburger Verkehrs-GmbH: Streikposten ab ca. 05:00 Uhr auf dem Betriebshof (Borsigstraße 28, 38446 Wolfsburg).
In Göttingen wird das Ganze natürlich nicht weniger spannend. Hier stehen die Beschäftigten der GöVB ebenfalls auf, mit Streikwachen ab 04:30 Uhr auf dem Betriebshof. Und am 19. Mai um 09:30 Uhr findet eine Kundgebung auf dem Betriebshof in der Gustav-Bielefeld-Straße 1 statt. Ansprechpartner für die Göttinger sind Jan van Alvensleben, der unter 0160 94956517 erreichbar ist, und in Hannover steht Stefanie Klaus als Ansprechpartnerin bereit – sie ist unter 0160 98019596 zu erreichen.
Ein Blick auf die Hintergründe
Die Unruhen sind nicht ohne Grund entstanden. Die Tarifverhandlungen für die Beschäftigten im öffentlichen Nahverkehr in Niedersachsen ziehen sich hin, und die Stimmung wird zunehmend angespannt. Der nächste Verhandlungstermin ist für den 1. Juni 2026 angesetzt. Doch ob bis dahin eine Lösung gefunden wird, bleibt fraglich. Besonders die Absage an die Forderung zur Senkung der Arbeitsbelastung ist ein Punkt, der viele wütend macht. Und so bleibt den Beschäftigten nichts anderes übrig, als ihre Stimme durch Streiks zu erheben.
In Hannover wird es am 20. und 21. Mai ebenfalls turbulent. Die Beschäftigten der Üstra und RegioBus werden sich an den Warnstreiks beteiligen, mit einer Demo durch die Innenstadt am 20. Mai um 10:30 Uhr. Am 21. Mai bleiben die Leute einfach auf dem Betriebshof an der Glocksee. Die Lage ist also angespannt, und viele Menschen fragen sich: Wie lange kann das noch gutgehen?
So bleibt abzuwarten, wie sich die Situation entwickeln wird. Die Beschäftigten im öffentlichen Nahverkehr haben ihre Grenzen erreicht und zeigen, dass sie bereit sind, für ihre Rechte einzustehen. Die nächsten Tage werden entscheidend sein, und die Augen der Öffentlichkeit sind auf Niedersachsen gerichtet.