Die Gartenarbeit in Delmenhorst erwacht langsam aus ihrem Winterschlaf. Der Mai bringt nicht nur die ersten Blüten, sondern auch neue Aufgaben mit sich. Gartenfachberater Günter Prösch hat einige wertvolle Tipps auf Lager, um die eigenen Pflanzen richtig in Form zu bringen. Besonders der „Chelsea Chop“ steht ganz oben auf seiner Liste. Diese Methode, die ihren Ursprung in England hat, zielt darauf ab, Stauden wie Phlox und Astern zu verschönern und zu steuern. Ein Rückschnitt um ein Drittel der Pflanzen, das klingt nach einer ganz schön radikalen Maßnahme, aber keine Sorge – es hat seine Vorteile!

Der Rückschnitt sollte, je nach Region, zwischen Mitte Mai und Anfang Juni erfolgen. In milderen Lagen kann man also schon früh zur Schere greifen. Das ist genau der richtige Zeitpunkt, um das buschige Wachstum der Pflanzen zu fördern und die Blütezeit nach hinten zu verschieben. Phlox, auch bekannt als Flammenblume, liebt die Sonne und blüht zur Hochsaison im Garten – also der perfekte Kandidat für eine kleine Friseureinheit. Bei Astern, die in Europa weit verbreitet sind, funktioniert das genauso. Prösch hat allerdings bemerkt, dass der Regen in diesem Jahr bisher Mangelware ist und der Grundwasserstand gesunken ist. Ein Umstand, der den Hobbygärtnern in der Region sicher Sorgen bereitet.

Der Chelsea Chop – Ein Schnitt mit Stil

Für den Chelsea Chop ist es wichtig, die richtigen Bedingungen abzuwarten. Am besten schneidet man an einem bedeckten Tag oder am Abend, um den Pflanzen den Stress zu nehmen. Dabei wird etwa 10 bis 15 cm von den Trieben abgetrennt, direkt über einem Blattpaar. Diese Maßnahme führt dazu, dass an der Schnittstelle neue Triebe nachwachsen, was die Staude kompakter und stabiler macht. Ein echter Trick, der nicht nur die Schönheit der Pflanzen steigert, sondern auch dafür sorgt, dass sie besser im Wind stehen. Das ist besonders wichtig, wenn die Blüten später in voller Pracht stehen.

Die Blütezeit verlängert sich zudem, was sich als nützlich erweisen kann, um die farbenfrohen Schönheiten mit anderen Pflanzen zu kombinieren. Wer die Stauden noch gezielter steuern möchte, kann bei jedem zweiten Trieb das Entspitzen vornehmen – das führt zu mehr, aber kleineren Blüten. Eine wunderbare Möglichkeit, den Garten noch abwechslungsreicher zu gestalten.

Aktivitäten im Lehrgarten und Kinderfest

Im Lehrgarten von Prösch wurden vor vier Wochen dicke Bohnen ausgesät, die die Kälte gut vertragen. 13 Hochbeete warten darauf, regelmäßig gegossen zu werden. Bei Temperaturen über 10 Grad plant er, Kohlrabi-Jungpflanzen und Salate auszupflanzen. Die Möhren, die im Freien wachsen, benötigen jedoch einen speziellen Schutz vor der gefürchteten Möhrenfliege – hier hilft ein Netz über dem Hochbeet. Auch verblühte Tulpen werden zurückgeschnitten, damit die Knollen gut wachsen können. Im Gewächshaus gedeihen Radieschen, Kürbis, Melonen und Tomaten. Hier ist also wirklich eine Menge los! Und damit nicht genug – am 27. Juni findet das jährliche Kinderfest des Kleingärtnervereins Deichhorst statt. Ein Highlight für die Kleinen und Großen!

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Im kommenden Jahr wird der Verein sogar sein 80-jähriges Bestehen feiern. Wer Interesse hat, kann sich freuen, denn es sind noch freie Gärten verfügbar. Eine Übersicht dazu hängt im Schaukasten aus, und für Fragen steht der Vorstand unter der Telefonnummer 0179/4604067 zur Verfügung. Das ist die perfekte Gelegenheit für alle, die schon immer einen eigenen Garten haben wollten!

Also, ran an die Schaufel und die Pflanzen! Der Mai ist der perfekte Monat, um den eigenen Garten auf Vordermann zu bringen. Und wer weiß, vielleicht wird der nächste Schnitt zum neuen Lieblingsritual. Die Blüten sind ja schon fast bereit, sich in voller Pracht zu zeigen!