In Delmenhorst tut sich was! Die Malteser bieten ab dem 24. August 2026 eine einjährige, zertifizierte Weiterbildung zur Pflegehilfskraft in der kultursensiblen Pflege an. Das Ganze findet in Teilzeit statt – perfekt für alle, die vielleicht schon einen Job haben oder Familie und andere Verpflichtungen unter einen Hut bringen müssen. Der Schulungsort ist die Malteser-Geschäftsstelle am Grünen Kamp 1b, und es sind insgesamt 1015 Unterrichtseinheiten angesetzt, davon stolze 500 Einheiten nur für Deutschunterricht in der Pflegehilfe. Man kann sich das Ganze wie einen spannenden Mix aus Theorie und Praxis vorstellen.
Die Weiterbildung endet am 13. August 2027 und beinhaltet auch zwei Praktika, die insgesamt 220 Zeitstunden in Kooperationspflegeeinrichtungen umfassen. Und das Ziel? Am Ende soll man nicht nur als Pflegehilfskraft in der kultursensiblen Pflege abschließen, sondern auch als Betreuungskraft durchstarten. Die Malteser haben hier ein ganz besonderes Angebot geschnürt, das vor allem Menschen mit Migrationshintergrund ansprechen soll. Heike Walter, die das Ganze leitet, betont, dass kulturelle Vielfalt sowohl eine Bereicherung als auch eine Herausforderung für die Pflege darstellt. Das ist mutig und wirklich wichtig, denn in der heutigen Zeit ist interkulturelle Kompetenz mehr denn je gefragt.
Ein neuer Weg in der Pflege
Salah Hussein, ebenfalls bei den Maltesern aktiv, hebt hervor, wie entscheidend interkulturelle Kompetenz für Pflege- und Betreuungskräfte ist. Es ist nicht nur eine Frage des Fachwissens, sondern auch des Einfühlungsvermögens – wie man mit Menschen aus unterschiedlichen kulturellen Hintergründen kommuniziert und umgeht. Die Fachkräfte in der kultursensiblen Pflege arbeiten übrigens in denselben Einrichtungen wie die klassischen Pflegekräfte, sei es in Krankenhäusern, Pflegeheimen oder bei ambulanten Pflegediensten. Das Schöne ist, dass man auch die Möglichkeit zur Selbstständigkeit hat.
Um den Einstieg zu erleichtern, ist es wichtig zu wissen, dass Fachkräfte ohne vorherige Ausbildung als examinierte Pflegekraft den Status eines Betreuungs- oder Pflegehelfers haben. Diese unterstützen dann diplomiertes Pflegepersonal und arbeiten unter deren Anleitung in Therapie, Diagnose und sozialer Betreuung. Das eröffnet viele neue Wege und Chancen. Wer bereits eine dreijährige Berufsausbildung in der Pflege hat, kann durch diese Weiterbildung sein Tätigkeitsfeld enorm erweitern und hat auch die Aussicht auf beruflichen Aufstieg und mehr Verantwortung.
Beratung und Informationen
Wer Interesse hat, kann Beratungstermine direkt mit Heike Walter per E-Mail vereinbaren (heike.walter@malteser.org). Das ist eine tolle Möglichkeit, um sich über die Weiterbildung zu informieren und vielleicht schon erste Fragen zu klären. Es ist schon spannend zu sehen, wie diese Art der Ausbildung nicht nur den Fachkräftebedarf in der Pflege lindern kann, sondern auch Menschen mit Migrationshintergrund eine wertvolle Perspektive bietet. In einer Welt, die immer vielfältiger wird, ist es nur logisch, dass unsere Pflegekräfte ebenfalls diese Vielfalt widerspiegeln.
Ach, und ganz nebenbei – es gab da mal ein Video aus dem Jahr 2010, das den zukünftigen Notstand in der Pflege thematisierte und auf die Chancen hinwies, die eine solche Weiterbildung für Migranten in Deutschland bieten kann. Das Thema ist also nicht neu, aber es bleibt relevant und dringend. Und vielleicht ist jetzt genau der richtige Zeitpunkt, um diesen Weg einzuschlagen.