Heute ist der 17.05.2026 und in Delmenhorst blicken wir zurück auf einen bemerkenswerten Tag, der vor 25 Jahren unsere Stadt und die Herzen von über 2500 Schülern ergriff. An einem sonnigen Tag versammelten sich die Jugendlichen aus 15 Delmenhorster Schulen auf dem Rathausplatz, um lautstark gegen Ausländerfeindlichkeit und rechte Gewalt zu protestieren. Es war mehr als nur eine Demonstration – es war ein Aufschrei der Jugend, die sich ein besseres Miteinander wünschte und auf die Missstände in ihrer Stadt aufmerksam machte.

Organisiert wurde das Ganze von einem Politikkurs der Integrierten Gesamtschule. Lehrer, Gewerkschafter, Mitglieder des Stadtrates und Bürger schlossen sich dem Protest an. Sie standen Schulter an Schulter mit den Schülern, die mit Transparenten wie „Unsere Welt ist bunt, nicht braun“ und der Rede „Ich habe einen Traum“ von Martin Luther King für Toleranz und Vielfalt eintraten. Die Initiatorinnen der Demo, Sarah Noll und Swenja Strauß, sprachen eindringlich darüber, dass es auch in Delmenhorst nicht an der Zeit sei, die Augen vor der Realität zu verschließen.

Gemeinsames Engagement für ein besseres Miteinander

Die Demonstranten berichteten von Vorfällen, bei denen ausländische Bürger angegriffen und Schulgebäude mit rechten Parolen beschmiert wurden. Das war kein isoliertes Problem – es war ein Aufruf zur Veränderung, zur kontinuierlichen Arbeit gegen Fremdenfeindlichkeit. In dieser Atmosphäre der Solidarität rief der Verein der Arbeiter und Jugendlichen aus der Türkei zu einem besseren Miteinander auf und erfreute die Anwesenden mit Folklore-Darbietungen. Ein schönes Bild, das die Vielfalt unserer Stadt zelebrierte!

Oberbürgermeister Jürgen Thölke und Oberstadtdirektor Norbert Boese lobten das Engagement der Schüler und betonten, wie wichtig solch ein Zeichen gegen Intoleranz ist. „Wir dürfen nicht nachlassen!“, schallte es durch die Menge. Die Resonanz war überwältigend – die Atmosphäre war von Hoffnung und Entschlossenheit durchzogen. Es war ein klarer Appell an die Gesellschaft, sich aktiv für eine friedliche Koexistenz einzusetzen.

Ein Ort des Wandels und der Gemeinschaft

Ein weiterer Schritt zur Verbesserung des Gemeinschaftsgefühls in Delmenhorst ist die Aufwertung des Wolleparks, der nun auf einer Stufe mit den Graftanlagen steht. Nach zweijähriger Arbeit wurden 30 neue Bäume gepflanzt – ein kleines Stück Natur, das die Stadt einladender macht. Man stelle sich vor, wie Kinder dort spielen, Familien picknicken und Freunde sich treffen. Der Park, der seit 1971 im Besitz der Stadt ist, wird jetzt mehr denn je als Ort der Begegnung geschätzt.

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Gleichzeitig fanden in Ganderkesee die 23. Handball-Ortsmeisterschaften statt. 58 Mannschaften, über 600 Sportler! Das Team „Aber Hallo“ wurde neuer Handball-Ortsmeister. Ein faires Miteinander wurde durch den Fairnesspokal belohnt, der an die „Ukenfamilie“ ging. Auch hier zeigte sich, wie Sport als verbindendes Element fungiert und Gemeinschaft stärkt – genau das, was wir in diesen Zeiten brauchen.

Ein Blick in die Zukunft

Die jüngsten Änderungen in der niedersächsischen Gemeindeordnung ermöglichen mehr Öffentlichkeit bei Rats- und Ausschusssitzungen. Künftig wird im Einzelfall entschieden, ob die Öffentlichkeit ausgeschlossen wird. Das ist ein Schritt in die richtige Richtung, um die Bürger stärker in die politischen Prozesse einzubeziehen und das Vertrauen in die Demokratie zu fördern.

In diesem Kontext fand auch die „Go Sports“-Tour der Niedersächsischen Sportjugend in Delmenhorst statt. Sie hat das Ziel, gegen Gewalt und Drogen zu sensibilisieren. Unterstützt von Sportvereinen, Jugendhäusern und Schulen, war die Aktion ein weiteres Zeichen für den Zusammenhalt in der Gemeinschaft. Es ist ermutigend zu sehen, wie viele Initiativen und Menschen sich in Delmenhorst für eine bessere Zukunft einsetzen.