Heute ist der 11. Mai 2026 und in Delmenhorst ist die Vorfreude auf die Gartenzeit spürbar. Doch halt! Bevor du deine Pflanzen ins Freiland setzt, gibt es etwas Wichtiges zu beachten: Die Eisheiligen stehen vor der Tür. Traditionell gelten die Tage vom 11. bis 15. Mai als die letzten frostgefährdeten Nächte. Wer jetzt zu früh pflanzt, könnte schnell enttäuscht werden, vor allem empfindliche Pflanzen wie Paprika oder Tomaten, die dringend Schutz vor Kälte und Nässe benötigen.

Günter Prösch, ein erfahrener Gärtner, warnt eindringlich vor den möglichen Frostnächten während dieser Zeit. Auch wenn der Klimawandel unsere Wetterbedingungen verändert hat, sind Frostnächte im Mai keineswegs ausgeschlossen. Um es ganz klar zu sagen: Zu frühes Pflanzen kann zu kältebedingten Ausfällen führen. Kohlrabi ist da ein Paradebeispiel, der bei zu niedrigen Temperaturen schnell das Zeitliche segnen kann.

Die Eisheiligen und ihre Geschichte

Doch was sind eigentlich die Eisheiligen? Ursprünglich stammen diese kalten Tage aus einer Zeit, als die Menschen in Mitteleuropa von der Landwirtschaft lebten. Ein Spätfrost konnte fatale Folgen für die Ernte haben. Die Gedenktage Mamertus (11. Mai), Pankratius (12. Mai), Servatius (13. Mai), Bonifatius (14. Mai) und Sophia (15. Mai) sind nicht nur einfache Datumsangaben, sie sind Teil einer tief verwurzelten Tradition. In verschiedenen Regionen Europas gibt es ähnliche Bräuche, die jedoch variieren. In Norddeutschland sind die Eisheiligen typischerweise vom 11. bis 13. Mai angesiedelt, während im Süden die kalten Tage eher vom 12. bis 15. Mai auftreten.

Wetteraufzeichnungen zeigen, dass Frostnächte im Mai nicht nur an den Eisheiligen vorkommen, sondern zufällig verteilt auftreten können. Besonders Täler sind anfällig für Frost, da sich kalte Luft dort sammelt. Komischerweise hat eine Kalenderreform im Jahr 1582 auch dazu geführt, dass frostige Tage eher gegen Ende Mai fallen könnten. Das macht die Sache nicht einfacher, oder? Der alte Ratschlag, empfindliche Pflanzen erst Mitte oder Ende Mai ins Freie zu setzen, bleibt dennoch relevant.

Tipps für die Gartenarbeit

In diesem Jahr ist die Gartenarbeit besonders spannend. Der Regen der letzten Tage hat den Böden gutgetan, und während die Wildkräuter sprießen, sind auch die ersten zarten Pflänzchen bereit für die Sonne. Für unerfahrene Gärtner gibt es zahlreiche pflegeleichte Gemüsearten wie Zuckererbsen, Mangold oder Pflücksalat, die sich leicht anbauen lassen. Wer es etwas aufregender möchte, kann zu beliebten Pflanzen wie Mais, Wassermelonen oder Chilis greifen – der Mais wächst bis zu 1,50 Meter hoch und verspricht eine süße Ernte!

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Wer dennoch nicht auf die beliebten Sommergemüse wie Zucchini oder Kürbisse verzichten möchte, sollte sie erst nach den Eisheiligen setzen. Ein spezielles Gartenvlies kann helfen, Anpflanzungen vor Kälte zu schützen. Auch bereits gesetzte Blumen und Gemüse sollten bei kühler Witterung geschützt werden – sei es mit Kartons oder alten Tontöpfen. Ein kleiner Trick: Ein Wäscheständer mit einer Decke kann als improvisierter Frostschutz dienen!

Schließlich wird es ab Juni ruhiger im Garten. Die Erntezeit beginnt und die Vorfreude auf die gesunden und frisch geernteten Produkte ist kaum zu bremsen. Immer mehr junge Menschen interessieren sich für gesunde Ernährung und die eigene Gartenarbeit – das ist doch ein schöner Trend, oder nicht?