Die Stadt Wolgast, bekannt für ihr historisches Erbe, steht vor einer spannenden Transformation. Das rund 300 Jahre alte Rathaus wird in ein barrierearmes „Willkommens- und Servicezentrum“ umgebaut, ein Schritt, der nicht nur den Zugang zu städtischen Dienstleistungen erleichtert, sondern auch das kulturelle Erbe der Stadt bewahrt. Der Zustand des Türmchens, das während einer Fassadensanierung im Sommer 2024 als marode festgestellt wurde, erforderte dringende Maßnahmen. Am Dienstagmorgen wurde mit einem Kran das Türmchen vom Dach gehoben, um es einer gründlichen Sanierung zu unterziehen.
In einem ersten Schritt wurde das Türmchen gesichert, um es vor den bevorstehenden Herbststürmen zu schützen. Eine Firma aus Bansin wird nun eine neue Konstruktion aus Eichenholz anfertigen, die, nachdem sie einige Jahre dem Wetter ausgesetzt war, neu gestrichen werden kann. Diese Maßnahme ist Teil eines umfangreichen Umbaus, für den die Stadt eine Förderung in Höhe von 512.000 Euro vom Land erhalten hat. Ursprünglich war die Fertigstellung der neuen Brücke für ein Jahr früher geplant, doch das beauftragte Bauunternehmen hat einen neuen Zeitplan vorgelegt.
Umbau und Finanzierung
Die Umsetzung des Umbaus des Historischen Rathauses ist für 2025 vorgesehen. Die Stadtvertretung hatte bereits im Dezember 2024 die Planung freigegeben, und die Vergabeverfahren für die Bauleistungen sollen zeitnah beginnen. Grundlage für die Finanzierung sind Mittel des Städtebaulichen Sondervermögens (SSV), die aus dem Projekt Kirchplatzschule umgeschichtet wurden. Der Einzelantrag für die Maßnahme „Historisches Rathaus“ wird derzeit durch den Sanierungsträger BauBeCon vorbereitet, während die Zustimmung zur Vergabe der Bauleistungen bereits mit der Beschlussvorlage eingeholt werden soll.
Gemäß § 22 der Kommunalverfassung M-V entscheidet die Stadtvertretung über die Einleitung von Vergabeverfahren, es sei denn, es handelt sich um laufende Verwaltung. Die Eigenanteile für die Maßnahme sind Bestandteil des Haushaltes 2025, was zeigt, dass die Stadt Wolgast nicht nur an der Erhaltung ihres Erbes interessiert ist, sondern auch an der Schaffung eines einladenden Umfelds für die Bürger und Besucher.
Ein Blick in die Zukunft
Die Stadt plant zudem, im Jahr 2027 den 250. Geburtstag des berühmten Malers Philipp Otto Runge zu feiern. Der Bürgermeister von Wolgast ist bereits damit beauftragt, ein Konzept für die Feierlichkeiten zu entwickeln. Diese Kombination aus geschichtlichem Bewusstsein und zukunftsorientierter Planung macht Wolgast zu einem lebendigen Ort, der traditionelle Werte mit modernen Anforderungen verbindet.
Insgesamt zeigt das Projekt, dass Wolgast bereit ist, in die Zukunft zu investieren, während es gleichzeitig die Wurzeln seiner Geschichte bewahrt. Die Vorfreude auf das neue Willkommens- und Servicezentrum ist groß, und die Bürger können gespannt sein, wie ihr Rathaus in neuem Glanz erstrahlen wird.