Am Freitag versammelten sich rund 60 Gäste im Schul­garten der Europaschule John-Brinck­man in Schwerin zur Feier des Tages der Nach­barschaft. Bei herrlichem Sommerwetter – abgesehen von einem kurzen, aber erfrischenden Regenschauer – genossen Kinder, Eltern, Nachbarn sowie zahlreiche Ehrenamtliche und Unterstützer einen Tag voller Begegnungen und fröhlicher Gespräche. Der Schul­garten hat sich über die Jahre zu einem wichtigen Treffpunkt in der Weststadt entwickelt, was die rege Teilnahme eindrucksvoll unter Beweis stellte.

Organisiert wurde das Fest vom Verein Hand in Hand, dem Westclub One und vielen engagierten Helfern, die gemeinsam für eine herzliche Atmosphäre sorgten. Die zentrale Botschaft des Tages war die Förderung des persönlichen Austauschs und die Stärkung des nachbarschaftlichen Miteinanders. Während des Festes wurde auch für das spannende Projekt „Bühne im Grünen“ geworben, das Teil der langfristigen Entwicklung des Schul­gar­tens zu einem Grünen Klassenzimmer ist.

Der Schul­garten als kultureller Ort

Die „Bühne im Grünen“ soll künftig als vielseitiger Veranstaltungsort dienen, der Platz für Unterricht, Musik, Theateraufführungen und Nachbarschaftsveranstaltungen bietet. Geplant ist eine gemeinsame Nutzung durch die John-Brinck­man-Grund­schule und das Goethe-Gymnasium Schwerin. Um dieses Vorhaben zu realisieren, läuft aktuell ein Crowdfunding auf der Plattform „99 Funken“ der Sparkasse Mecklenburg-Schwerin. Das Ziel: eine Fundingschwelle von 5.500 Euro, von denen derzeit noch 615 Euro fehlen. Spenden ab zehn Euro werden von der Sparkasse verdoppelt, was eine tolle Chance für alle Unterstützer darstellt. Wer also noch einen kleinen Beitrag leisten möchte, sollte sich beeilen – die Frist endet am 12. Juni!

Die geplante Veranstaltungsfläche von 8×4 Metern wird nicht nur eine Bühne umfassen, sondern auch Tontechnik und Musikinstrumente, damit zukünftige Auftritte und Veranstaltungen noch bunter und lebendiger werden können. Langfristig ist ein Finanzierungsziel von 10.000 Euro angestrebt, um naturnahe Sitzstufen, wetterfeste Tisch-Bank-Kombinationen sowie Licht- und Tontechnik zu realisieren. Unterstützung erhielt das Projekt kürzlich vom Rotary-Förderverein Schwerin, der mit einer Spende von 500 Euro zur Seite sprang.

Ein Fest für alle

Ein Stadtteilfest wie dieses hat viele Vorteile. Es bringt Bewohner:innen zusammen, fördert die Begegnung verschiedener Personengruppen und stärkt das Wir-Gefühl im Stadtteil. Vor allem ist es eine Gelegenheit, sich in einem entspannten Rahmen kennenzulernen, ohne den Druck von Alltagsverpflichtungen. Die Planung und Organisation eines solchen Festes sollte idealerweise mindestens acht Wochen vorher beginnen – bei der Werbung kann es dann ruhig noch etwas schneller gehen. Man merkt, dass viele Hände und Köpfe nötig sind, um ein solches Event auf die Beine zu stellen.

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Die rechtlichen Rahmenbedingungen für Veranstaltungen im öffentlichen Raum sind ebenfalls wichtig. Hier sollte man sich rechtzeitig bei der Gemeinde, dem Bezirk und dem Ordnungsamt informieren. Wer mag, kann auch die Unterstützung lokaler Wohnungsbauunternehmen in Anspruch nehmen, um die Verbindung mit Mieter:innen zu stärken.

Das Nachbarschaftsfest in Schwerin ist ein wunderbares Beispiel dafür, wie man Gemeinschaft leben kann. Die Vorfreude auf die nächste Veranstaltung wächst, während die Vorbereitungen und die Begeisterung für das Projekt „Bühne im Grünen“ in der Weststadt weiter gedeihen. Wer weiß, vielleicht wird dieser Garten schon bald zum kulturellen Herzstück der Nachbarschaft.