In Schwerin, der charmanten Landeshauptstadt Mecklenburg-Vorpommerns, flüstert der Wind Geschichten aus dem „Garten der Hoffnung“. Hier, im Plattenbaugebiet Großer Dreesch, hat der Dokumentarfilmer Dieter Schumann ein kleines filmisches Wunderwerk geschaffen. Ja, der Ort, an dem Nachbarn – ganz egal ob Deutsche, Syrer, Ukrainer oder Afghanen – zusammenkommen, um sich auszutauschen und Freundschaften zu knüpfen, wird nun auf der großen Leinwand gefeiert. Am 5. Mai 2026, beim Filmkunstfest in Schwerin, wird die Uraufführung des Films sein. Ein Ereignis, das man nicht verpassen sollte!
Der „Garten der Hoffnung“ ist nicht einfach nur ein schöner Ort mit Hochbeeten und bunten Tomatenstauden. Er ist ein lebendiges Beispiel dafür, wie Menschen, trotz aller Unterschiede und politischer Gegensätze, zusammenkommen können. In dieser besonderen Nachbarschaft wird gesät, gepflanzt und geerntet, und dabei entstehen Freundschaften, die soziale Gräben überbrücken. Gerhard, einer der Mitwirkenden, beschreibt die Gruppe als „zusammengewürfelt“ und spricht von der Offenheit und Empathie, die hier herrscht. Auch Kateryna aus der Ukraine findet Trost in diesem Garten und bezeichnet ihn als „eine kleine Rettung“.
Ein Einblick in die Lebensrealitäten
Dieter Schumann, der bereits seit rund vier Jahrzehnten ein Auge für die Geschichten von Menschen hat, begann im Herbst 2024 mit den Dreharbeiten. Über mehr als ein Jahr begleitete Kameramann Michael Kockot ihn und hielt die bewegenden Momente fest. Der Film thematisiert nicht nur die positiven Erfahrungen im Garten, sondern auch die ernsthaften sozialen Probleme wie Einsamkeit und Altersarmut. In einem Interview mit „NDR Kultur – Das Journal“ berichten Schumann und Gartenbesitzer vor Ort von den tiefen Verbindungen, die hier geknüpft werden.
Das Filmkunstfest in Schwerin, das von Dieter Schumann eröffnet wird, bietet eine Bühne für insgesamt 120 Werke, darunter auch Filme von Größen wie Steven Spielberg und Christopher Nolan. Doch inmitten all dieser großen Namen wird der „Garten der Hoffnung“ sicherlich ein ganz besonderes Highlight darstellen. Die warmherzige Reise, die der Film zeigt, führt nicht an den Rand der Gesellschaft, sondern mitten ins Herz der Gemeinschaft.
Integration und Vielfalt in Schwerin
Ein Projekt wie der „Garten der Hoffnung“ ist nicht nur für die Beteiligten von Bedeutung, sondern auch ein Teil des größeren Netzwerks für Migration in Schwerin. Seit 2003 engagiert sich das Netzwerk, um die Integration von Migranten zu fördern und die Lebensbedingungen für Menschen mit Migrationshintergrund zu verbessern. Dabei werden verschiedene Themen wie frühe Bildung, Ausbildung und interreligiöser Dialog in thematischen Arbeitstischen behandelt. Die Koordination der kommunalen Netzwerkarbeit liegt in den Händen der Fachstelle Chancengleichheit.
Hier, wo Menschen zusammenkommen und voneinander lernen, wird Integration lebendig. Es ist ein Ort, an dem man nicht nur mit anderen Kulturen in Berührung kommt, sondern auch die eigene Perspektive erweitert. Der „Garten der Hoffnung“ ist somit nicht nur ein Garten, sondern ein Symbol für das, was in unserer Gesellschaft möglich ist, wenn wir gemeinsam an einem Strang ziehen.