Heute ist der 5.06.2026, und in Parchim spürt man noch immer die Nachwirkungen eines gewaltigen Unwetters, das am Donnerstagabend über Westmecklenburg hinwegfegte. Heftige Gewitter, begleitet von Starkregen und Sturmböen, sorgten für ein regelrechtes Chaos. Die Feuerwehren der Region hatten alle Hände voll zu tun, und zahlreiche Einsätze waren erforderlich. Donner und Blitze – manchmal im Sekundentakt – ließen die Menschen aufhorchen. Der Himmel schien wie ein wütender Gott, der seine Kräfte unbarmherzig entblößte.

Besonders betroffen war die Region südlich von Schwerin, wo die K112 zwischen Banzkow und Mirow sowie die Verbindungsstraße zwischen Lübesse und Mirow unter den Naturgewalten litten. Starke Windböen entwurzelten Bäume und rissen große Äste ab, die dann die Straßen blockierten. Im Landkreis Ludwigslust-Parchim gab es durch umgestürzte Bäume keine Durchfahrt mehr auf vielen Straßen. Und auch in Redefin, wo eine erst vor wenigen Monaten wiedereröffnete Gaststätte an der B5 unter Wasser stand, machte sich Besorgnis breit. Der Eigentümer, sichtlich besorgt, fragte sich, wie viel die Schanktechnik und die Bierkühler wohl abbekommen hatten. Der Parkplatz war knöcheltief unter Wasser, und die Keller in Redefin sowie die Straße „Am Heller“ liefen voll. Die Feuerwehren arbeiteten an mehreren Einsatzstellen gleichzeitig, während die Anzahl der Einsätze und die Höhe der Schäden derzeit noch unbekannt sind. Glücklicherweise gab es nach ersten Erkenntnissen keine Verletzten.

Wettervorhersage für die Region

Wie es weitergeht? Nun, die Wettervorhersage vom Deutschen Wetterdienst für heute verspricht mäßig warme Meeresluft, die für leicht wechselhaftes Wetter sorgt. Es wird mit Schauern und kurzen Gewittern gerechnet, wobei die Gewitter hauptsächlich im Norden und Nordwesten sowie in den östlichen Mittelgebirgen auftreten könnten. Die Wahrscheinlichkeit für stürmische Böen bis 65 km/h – das ist schon ordentlich – bleibt bestehen. Man muss sich also auf möglichen Starkregen über 15 l/qm in kurzer Zeit gefasst machen, und vielleicht sogar auf kleinen Hagel. Am späteren Abend sollten die Gewitter nachlassen, aber bis dahin kann es an der Nordfriesischen Küste vereinzelt Windböen um 55 km/h geben. Das alles klingt nach einer weiteren aufregenden Nacht!

Die Unwetter der letzten Tage haben die Menschen ganz schön auf Trab gehalten. Neben den Schäden an Gebäuden und Straßen stellt sich auch die Frage, wie es mit der Natur weitergeht. Werden die umgestürzten Bäume und blockierten Straßen bald wieder freigeräumt? Und was ist mit den betroffenen Gaststätten und deren Eigentümern? Die Sorgen sind groß, und die Aussicht auf weitere Gewitter macht die Situation nicht einfacher.