In Vorpommern-Greifswald tut sich was – zumindest auf den Hauptstraßen! Die Kreisstraße VG8 wurde vor und hinter Sassen instand gesetzt, und die VG107 zwischen der B110 und der L35 über Kartlow erstrahlt nun in neuem Glanz. Doch halt, bevor man sich zu früh freut: Die Fahrbahn in den Dörfern Sassen und Kartlow bleibt vorerst unangetastet. Und das hat seine Gründe. Landrat Michael Sack (CDU) erklärt, dass aufgrund begrenzter Mittel und der Frage der Wirtschaftlichkeit eine Erneuerung der Ortsdurchfahrten nicht möglich ist. Das sorgt natürlich für Unmut unter den Anliegern und den Kraftfahrern, die sich über die schlechten Straßenverhältnisse beschweren.

Die gesamte Thematik rund um die Erhaltung dieser Straßen ist nicht trivial. Planungskosten, Personalaufwand und die Bauausführung – das sind alles Faktoren, die die Instandhaltung von Ortsdurchfahrten zu einem komplexen Unterfangen machen. Es sind nicht nur die Straßen selbst, die saniert werden müssen, sondern auch Entwässerungsprobleme und Anpassungen der Kanalisationen treiben die Kosten in die Höhe. Und wenn man dann noch an die Integration von Straßenbeleuchtung, Bürgersteigen und Radwegen denkt, wird das ganze Vorhaben noch herausfordernder.

Die Pläne für die Zukunft

Im Herbst wird die Erneuerung der Kreisstraße VG8 hinter Klein Zetelvitz bis nach Dersekow fortgesetzt. Und das ist noch nicht alles: Eine Ortsdurchfahrt in Klein Zetelvitz ist bereits für das nächste Jahr geplant. Das klingt doch vielversprechend! Landrat Sack betont, dass die finanziellen Mittel zwar begrenzt sind und viele Straßen über Jahre hinweg vernachlässigt wurden, aber die Sanierung von Ortsdurchfahrten ist nicht ausgeschlossen. Das Beispiel Klein Zetelvitz, wo der Asphalt erneuert wird, zeigt, dass es auch Hoffnung gibt.

Ganz anders sieht es in Nordrhein-Westfalen aus, wo das Land 2025 rund 600 Millionen Euro in die Sanierung und den Ausbau der Verkehrsinfrastruktur investieren möchte. Das Verkehrsministerium hat ein umfassendes Programm aufgelegt, das nicht nur Landesstraßen, sondern auch Radwege und Nahmobilität umfasst. Hier stehen 231 Millionen Euro für den Erhalt von Landesstraßen zur Verfügung, während 154 Millionen Euro in den Erhalt von Bundesstraßen fließen sollen. Radwege erhalten ebenfalls eine gute Förderung mit rund 39,5 Millionen Euro. Das ist mal eine Ansage!

Bundesweite Perspektive

Die Bundesregierung hat das Thema Infrastruktur ebenfalls auf dem Schirm. Bis 2029 sollen massive Rekordinvestitionen in die Verkehrsadern – Straßen, Brücken und Bahnen – fließen. Über 169 Milliarden Euro sind eingeplant, und allein für 2026 sind mehr als 33 Milliarden Euro für Schienen, Straßen und Wasserwege vorgesehen. Das sind Anstiege, die nicht zu übersehen sind! Ein Grundsatz „Erhalt vor Neubau“ wird verfolgt, und das lässt die Herzen der Bürger höher schlagen. Denn alle, die auf funktionierende öffentliche Infrastruktur angewiesen sind, haben ein Recht darauf. Die Bundesregierung wird alles daran setzen, die Planungs- und Genehmigungsverfahren zu beschleunigen, um die dringend benötigten Verbesserungen schnell umzusetzen.

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Das alles zeigt: Während in Vorpommern-Greifswald noch an den Ortsdurchfahrten gefeilt wird, brodelt es anderswo auf der politischen Bühne. Ein Ausgleich zwischen Umweltschutz und Infrastruktur-Ausbau steht im Fokus, und auch die Modernisierung von Verkehrswegen wird vorangetrieben. Ob das alles die gewünschten Effekte bringt? Nur die Zeit wird es zeigen.