Auf dem Anklamer Flugplatz, wo der Wind ordentlich durch die Hügel pfeift, findet derzeit das 31. Internationale Trabi-Treffen statt. Hier versammeln sich leidenschaftliche Fans des kultigen DDR-Autos, um bis zum 17. Mai 2025 gemeinsam zu feiern. Auch wenn das Wetter nicht ganz mitspielen möchte – Schnee haben die Organisatoren noch nie erlebt, aber Hagel, Frost und Regen sind ihnen nicht fremd – lassen sich die über 600 angemeldeten Fahrzeuge aus Deutschland, Polen, Schweden und sogar Belgien und Holland nicht beirren. Die Teilnehmer campieren in ihren geliebten Trabants, Zelten und nostalgischen Ost-Wohnwagen. Wahre Hartgesottene, würde ich sagen!

Die Veranstaltung hat sich längst zu einem echten Highlight entwickelt, das nicht nur die Herzen von Oldtimer-Enthusiasten höher schlagen lässt, sondern auch der Region wirtschaftlich zugutekommt. Bürgermeister Michael Galander betont die Bedeutung des Treffens für den Einzelhandel und die touristische Anziehungskraft der Stadt Anklam. Man merkt: Die Unterkünfte in der Umgebung sind bis auf den letzten Platz ausgebucht. Wer hätte gedacht, dass ein kleines Auto so viel Auftrieb geben kann?

Ein volles Programm für alle

Ein Blick auf das Programm lässt das Herz eines jeden Autofans höher schlagen. Am Freitag, den 15. Mai, geht’s schon früh los: Um 10 Uhr startet das 1/8-Meile Beschleunigungsrennen in gleich zehn Kategorien. Später wird es dann richtig kreativ beim Sexy Car-Wash – ich bin gespannt, was sich die Teilnehmer dort einfallen lassen! Ab 15 Uhr wird’s sportlich mit der Deutschen Meisterschaft im Kinderwagenrennen und dem Klappfahrradrennen. Das Showfinale der Zwei- und Vierräder um 17 Uhr verspricht ebenfalls eine spannende Angelegenheit zu werden, gefolgt von einem Boom-Car-Wettbewerb und einer Burnout-Show. Abgerundet wird der Tag mit einer Ostblockparty, die um 21 Uhr mit Liveband und DJs abhebt.

Der Samstag bringt mit dem 26. IFA-Stammtisch und einem Fahrzeugbewertungsevent in sieben Kategorien noch mehr Programm. Die Teilnehmer können sich auf eine große Rundfahrt durch den Altkreis Anklam freuen, und das Ganze wird um 22:30 Uhr mit einem beeindruckenden Höhenfeuerwerk gefeiert. Am Sonntag, den 17. Mai, wird dann bei einem gemeinsamen Frühstück die Abreise der Teilnehmer eingeläutet. Es bleibt also viel Zeit, um die Gemeinschaft zu genießen und die Liebe zum Trabant zu zelebrieren.

Der Trabant – ein Stück Geschichte

Der Trabant ist nicht nur ein Auto, sondern ein Symbol der DDR und Teil der deutschen Automobilgeschichte. Mit rund 40.000 zugelassenen Einheiten in Deutschland (Stand 2022) ist er nach wie vor beliebt. Wusstet ihr, dass der letzte Trabant im Mai 1991 in Zwickau vom Band lief? Insgesamt wurden fast 3,1 Millionen Trabanten produziert. Die Geschichte begann vor 70 Jahren mit dem Typ P 70, der als erster Serienwagen mit Duroplast-Karosserieteilen auf den Markt kam. Und die Geschichten rund um den Trabant sind legendär: Oft betrug die Lieferzeit für einen neuen Trabanten bis zu 15 Jahre!

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Die Technik des Trabants war für viele eine Herausforderung, aber gerade das machte ihn bei jungen Bastlern so beliebt. Ersatzteile können sogar direkt auf dem Veranstaltungsgelände erstanden werden – ein wahres Paradies für Schrauber und Liebhaber. Der Trabant hat viele Spitznamen, darunter „Stinker“ und „Sachsenporsche“, und ist nach dem sowjetischen Erdtrabanten Sputnik benannt. Wie schön, dass es heute eine Ostalgiewelle gibt, die den Trabant zurück in die Herzen der Menschen bringt.

Hier in Anklam, wo die nostalgischen Klänge der Motoren durch die Luft schwirren, wird klar: Der Trabant ist viel mehr als nur ein Auto. Es ist ein Stück Lebensgeschichte, ein Gemeinschaftsprojekt und ein Grund, die Seele baumeln zu lassen. Wer heute hier ist, spürt die einzigartige Atmosphäre und die Freude, die dieser Ort und diese Veranstaltung ausstrahlen. Und ehrlich gesagt, das ist einfach nur geil.