Freitagnachmittag im Freizeittreff „Gesundbrunnen“ in Anklam. Der Duft von frisch gebrühtem Kaffee zieht durch die Räumlichkeiten, als Elisabeth Schmidt, die 17-jährige Vorsitzende des Anklamer Jugendparlaments, das Gebäude betritt. Ein neuer Treffpunkt, der nach der Schließung des Demokratiebahnhofs im Jahr 2024 gefunden wurde. Die Atmosphäre hier ist ganz anders als an dem Ausweichstandort, an dem die Jugendlichen kaum wahrgenommen wurden. Hier im „Gesundbrunnen“ gibt es mehr Platz und bessere Möglichkeiten für Gespräche und Austausch.

Der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) ist jetzt der neue Träger des Jugendparlaments. Das Ziel ist klar: Mehr Jugendliche auf das Parlament aufmerksam machen und den Kontakt zwischen ihnen fördern. Elisabeth, die seit 2020 im Jugendparlament aktiv ist und seit 2023 den Vorsitz übernommen hat, weiß, dass es wichtig ist, die Stimme der Jugend zu stärken. Das Jugendparlament hat insgesamt neun Mitglieder, und regelmäßige Beisitzer bringen ihre eigenen Ideen ein. Es wird spannend, denn Ende dieses Jahres stehen neue Wahlen an – an allen Schulen und Jugendtreffs in Anklam!

Politische Bildung und Engagement

Das Engagement des Jugendparlaments geht weit über die Wahlen hinaus. Ein Beispiel dafür ist die bevorstehende Bürgermeisterwahl. Hier wird ein Wahlforum im Theater stattfinden, bei dem die Kandidaten Michael Galander (IfA) und Jörg Valentin (AfD) zur Diskussion eingeladen sind. Es ist bemerkenswert, wie das Jugendparlament politischen Austausch fördert, dabei bleibt es politisch neutral und legt Wert auf die Wichtigkeit demokratischer Prinzipien.

Aktuell arbeiten sie an Projekten, die die Zusammenarbeit mit Stadtfraktionen und die Planung eines eigenen Jugendraums zum Ziel haben. Das klingt alles sehr vielversprechend! Aber um diese Ideen in die Tat umzusetzen, braucht es Konzepte und Unterschriftensammlungen. Die Notwendigkeit öffentlicher Räume für Jugendliche wird nach der Schließung des Demokratiebahnhofs immer deutlicher.

Demokratiebildung für die Jugend

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die kooperative Demokratiebildung. Am 30.11.2023 veröffentlichte die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung (DKJS) ein Reflexionstool, das darauf abzielt, Demokratieprojekte zu unterstützen. Dieses Tool bietet wertvolle Impulse und Anregungen zur Weiterentwicklung von Projekten. Die DKJS hat sich seit 2020 in einem Kompetenznetzwerk für Demokratiebildung im Jugendalter engagiert, das sich um die Stärkung einer demokratischen Kultur in Schulen und Jugendhilfeeinrichtungen kümmert.

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Demokratiebildner:innen können durch einen Selbsttest ihre eigene Rolle reflektieren und ihre Arbeit einschätzen. Zudem enthält das Tool eine Sammlung von Materialien, Podcasts und Videos, die nicht nur von der DKJS, sondern auch von anderen Institutionen bereitgestellt werden. Es ist eine spannende Zeit für die Jugendlichen in Anklam, die nicht nur eine Stimme im Jugendparlament haben, sondern auch aktiv an der Gestaltung ihrer Umgebung teilnehmen können.