Heute ist der 10.06.2026 und das Wetter hier in St. Pauli ist so wechselhaft wie die aktuelle Lage der U23 des FC St. Pauli. Diese junge Truppe hat den Aufstieg in die Regionalliga Nord nicht geschafft und steht jetzt vor einer ungewissen Zukunft. Keine Planungssicherheit, wie es so schön heißt. Man könnte fast meinen, es ist wie ein Fußballspiel, in dem der Schiedsrichter die Entscheidung ständig hinauszögert.
Der Abstieg aus der Regionalliga Nord hat die Mannschaft ordentlich durchgeschüttelt. Doch es gibt einen Hoffnungsschimmer: Durch den Zwangsabstieg von 1860 München ist ein Platz in der dritten Liga frei geworden. Die Frage ist, ob dieser an den TSV Havelse geht. Ralph-Uwe Schaffert, der Präsident des Norddeutschen Fußball-Verbandes, hat mit einer 99-prozentigen Wahrscheinlichkeit angedeutet, dass der TSV Havelse die Bedingungen erfüllt hat, um in der dritten Liga bleiben zu dürfen. Ein wenig wie im Fußball, wo man auf die Schiedsrichterentscheidung hofft, während man selbst nicht weiß, ob man das Spiel noch gewinnen kann.
Die Entscheidung steht bevor
Am Donnerstag soll die Entscheidung über die Zulassung des TSV Havelse fallen. Schaffert, der auch Vorsitzender des Zulassungsbeschwerdeausschusses ist, hat sich optimistisch geäußert und betont, dass die Bedingungen in wirtschaftlicher und technisch-organisatorischer Hinsicht erfüllt sind. Das klingt nach einem klaren Signal, aber im Fußball weiß man nie, was am Ende wirklich zählt. Wenn Havelse tatsächlich bleibt, könnte die U23 des FC St. Pauli aufatmen und die Klasse halten.
Die Regionalliga Nord ist seit der Saison 2012/2013 unter dem Dach des Norddeutschen Fußball-Verbandes e.V. (NFV) und hat sich seitdem zu einer wichtigen Liga entwickelt, die die Bundesländer Niedersachsen, Hamburg, Bremen und Schleswig-Holstein umfasst. Generell besteht die Liga aus 18 Mannschaften. Am Ende der Saison steigen die drei letztplatzierten Teams ab, und der Meister hat die Chance, an den Aufstiegsspielen zur 3. Liga teilzunehmen, vorausgesetzt, die Kriterien für die Zulassung sind erfüllt. Es ist ein ständiges Auf und Ab, das die Teams auf Trab hält.
Ein Blick in die Zukunft
Im Jahr 2023 hat der Meister der Regionalliga Nord das direkte Aufstiegsrecht. Wer es also schafft, sich an die Spitze zu setzen, kann direkt in die 3. Liga aufsteigen. Die Aufstiegsrunde wird vom DFB organisiert und ist für viele Mannschaften der Traum schlechthin – die Möglichkeit, in die höheren Ligen aufzusteigen, zieht Spieler und Fans gleichermaßen an. Aber bis dahin ist es ein steiniger Weg, und der Zulassungsprozess ist kein Zuckerschlecken. Vereine müssen sportliche Qualifikationen, wirtschaftliche Leistungsfähigkeit und bestimmte Auflagen erfüllen, um in der Liga bleiben zu können.
So bleibt es spannend in St. Pauli. Die U23 hat zwar einen schweren Stand, aber die Hoffnung auf einen Platz in der Regionalliga Nord schwindet nicht. Für die Fans und die Spieler heißt es nun: Abwarten und Tee trinken. Vielleicht erleben wir schon bald einen neuen Fußballfrühling in St. Pauli!