Heute ist der 2.05.2026 und die Premiere des neuen Direktzugs von Prag nach Kopenhagen hätte ein Fest für Reisende werden sollen. Stattdessen endete die erste Fahrt des ComfortJet, gezogen von der Siemens-Lok „384 010“, mit einer herben Enttäuschung. Der Zug, der über Dresden fahren sollte, kam mit über vier Stunden Verspätung in Hamburg-Altona an. Die Ursache? Ein Oberleitungsschaden zwischen Lüneburg und Hamburg, der gegen 13 Uhr durch eine Kollision mit einem ICE ausgelöst wurde. Die Strecke wurde daraufhin vollständig gesperrt.

Die planmäßige Ankunft in Kopenhagen war für 19:38 Uhr vorgesehen, doch die Reisenden mussten in Hamburg umsteigen, da der Zug nicht weiterfahren konnte. Aktuell wird der Zug über die Umleitungsstrecke Stendal–Uelzen–Lüneburg geleitet, da die Strecke zwischen Berlin und Hamburg derzeit generalsaniert wird. Die Umstände sind nicht optimal, denn momentan gibt es lediglich eine Verbindung pro Richtung, und die Reisenden müssen mit einem längeren Aufenthalt von rund 80 Minuten in Hamburg-Altona rechnen.

Komfort und Zukunftsperspektiven

Trotz des misslungenen Starts sind die ComfortJets mit 555 Sitzplätzen, darunter 99 in der 1. Klasse mit einem Ruhebereich, eine attraktive Option für Reisende. Kostenloses WLAN und Platz für zwölf Fahrräder sind ebenfalls im Angebot. Ab dem 14. Juni soll die Gesamtreisezeit von rund 13 Stunden auf unter 12 Stunden verkürzt werden, was die Reise noch angenehmer gestalten könnte. Zudem ist ab Mitte Juni ein zweiter Zug pro Richtung geplant, was den Reisekomfort weiter verbessern wird.

In den Sommermonaten wird das Angebot zusätzlich um einen Nachtzug nach Dänemark und einen weiteren nach Tschechien ergänzt. So könnten Reisende bald von mehr Verbindungen und einem verbesserten Service profitieren. Die Hoffnungen auf eine reibungslosere Verbindung zwischen Prag und Kopenhagen bleiben also trotz der anfänglichen Probleme intakt. Es bleibt abzuwarten, ob die Verbesserungen die Reisenden überzeugen können.