Die Eisbären Bremerhaven haben das erste Halbfinal-Duell gegen Phoenix Hagen in der Ischelandhalle mit 80:85 verloren. Zu Beginn sah es ganz anders aus – die Eisbären starteten stark und führten bis zur sechsten Minute mit 15:8, dank eines beeindruckenden Floaters von Elijah Miller. Doch es war nur ein kurzer Moment des Glanzes. Das erste Viertel endete mit 23:22 für Hagen, und die Eisbären verloren im Laufe des Spiels zunehmend den Faden.

Trainer Steven Esterkamp war nach der Partie sichtlich enttäuscht. Besonders die letzten fünf Minuten, in denen die Eisbären hektisch agierten und zu viele Fehler machten, waren ihm ein Dorn im Auge. „Wir haben in der Crunchtime die Kontrolle verloren“, so Esterkamp. Schmerzlich vermisst wurde Jemarl Baker, der wegen Kniebeschwerden nicht mitspielen konnte und im Viertelfinale gegen die Artland Dragons einen Schnitt von 9,3 Punkten hatte. Die Hagener hingegen hatten am Vortag die Vertragsauflösung mit Ryan Schwieger bekannt gegeben – der Spieler wollte aufgrund einer Gehirnerschütterung in seine Heimat zurückkehren.

Ein dramatisches Spiel

Das Spiel selbst war ein wahrer Krimi. Hagen startete in der zweiten Halbzeit mit einem beeindruckenden 13:0-Lauf und setzte sich auf 31:22 ab. Es war ein ständiges Hin und Her – die Eisbären kämpften sich auf 38:37 heran, doch zur Halbzeit führten die Hagener mit 46:40. Im dritten Viertel zeigten die Eisbären jedoch, dass sie nicht aufgeben würden und gewannen dieses mit 23:19. Nach 30 Minuten lagen sie nur noch mit 63:65 zurück und hatten die Chance, das Spiel zu drehen.

Der Schlussabschnitt war dann doch ein wenig chaotisch. Die Eisbären gingen mit einem 9:0-Lauf in Führung (75:70, 35. Minute), aber Hagen konterte sofort und stellte die Führung auf 79:75 eineinhalb Minuten vor Schluss wieder her. Tim Uhlemann von Phoenix traf einen entscheidenden Dreier zum 81:77, und in den letzten fünf Minuten entschieden die Hagener mit 15:5 für sich. Die Eisbären hatten zuvor 21 Dreipunktewürfe versiebt und auch an der Freiwurflinie schwächelten sie mit sieben Fehlwürfen. Da kann man schon mal den Kopf schütteln.

Statistiken im Überblick

Die Statistiken geben einen weiteren Einblick in die Partie. Elijah Miller war der beste Scorer der Eisbären mit 15 Punkten und 5 Assists. Jake Biss und Jannis von Seckendorff folgten mit jeweils 12 Punkten. Auf Seiten der Hagener stach Devin Schmidt mit 19 Punkten hervor, gefolgt von Tim Uhlemann, der 18 Punkte erzielte. Marinus N’Guessan steuerte 13 Punkte bei. Die Viertelergebnisse waren ein Spiegelbild des engen Spiels: 23:22, 23:18, 19:23, 20:17.

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Für die Eisbären gilt es nun, am Pfingstsamstag, den 23. Mai, in der Stadthalle Bremerhaven um 18 Uhr im zweiten Duell die Wende einzuleiten. Ein Heimsieg ist dringend nötig, um die Chancen auf das Finale zu wahren. Die Zuschauer dürfen sich auf eine spannende Atmosphäre in der Stadthalle freuen, während Phoenix Hagen sich bereits in einer starken Form präsentiert hat.

Doch nicht nur die Eisbären stehen im Fokus. Im anderen Playoff-Halbfinale hat Gießen gegen Kirchheim mit 90:77 gewonnen. Die aktuelle Situation in der Liga ist spannend – die Fans dürfen sich auf weitere packende Spiele freuen, und vielleicht wird ja auch der Spendentopf von „Hoops For Youngsters“ durch viele Punkte weiter aufgestockt! Schließlich spendet die Sparkasse pro Punkt für die Jugendmannschaften.