Die Eisbären Bremerhaven haben am vergangenen Abend ein spannendes Halbfinalspiel gegen Phoenix Hagen absolviert, das mit einer knappen 80:85-Niederlage endete. Die Fans in der Stadthalle konnten bis zur letzten Sekunde mitfiebern, doch am Ende mussten sich die Eisbären, trotz einer zwischenzeitlichen Führung, dem Favoriten aus Hagen geschlagen geben. Ein Schock für die Mannschaft, denn Trainer Steven Esterkamp musste auf ihren Schlüsselspieler Jemarl Baker verzichten, der aufgrund einer Knieverletzung nicht mitspielen konnte. Ein herber Verlust, der sich bemerkbar machte.
Zu Beginn des Spiels sah es noch vielversprechend aus. Bremerhaven lag in der 6. Minute mit 15:8 in Führung. Doch wie so oft im Sport, kann sich das Blatt schnell wenden. Hagen, der die Hauptrunde als Erster beendet hatte, drehte das Spiel im ersten Viertel und ging mit 22:21 in Führung. Bremerhaven kämpfte, hatte allerdings Schwierigkeiten mit dem Wurf, insbesondere bei den Dreipunktwürfen, wo sie in den ersten 13 Minuten nur 1 von 8 abgaben. Der Halbzeitstand von 40:46 für Hagen ließ die Zuschauer schon etwas frösteln.
Ein spannender Kampf bis zum Schluss
In der zweiten Halbzeit zeigten die Eisbären jedoch eine starke Reaktion. Sie kamen besser ins Spiel und verkürzten den Rückstand auf 50:52. Ein ganz besonderer Moment war der Dreier von Miller, der Bremerhaven erstmals seit dem ersten Viertel wieder in Führung brachte. Die Halle tobte, die Hoffnung keimte auf! Doch wie das so ist, hat das Schicksal seine eigenen Pläne. Hagen konterte und ging kurz vor Schluss wieder in Führung. Devin Schmidt setzte mit zwei Freiwürfen den Schlusspunkt und besiegelte die bittere Niederlage für Bremerhaven.
Die besten Scorer für die Eisbären waren Miller mit 15 Punkten, gefolgt von Biss und von Seckendorff, die beide 12 Punkte beisteuerten. Carter erzielte 11 Punkte. Trotz der Niederlage gibt es Lichtblicke. Team-Kapitän Jannis von Seckendorff hat die Revanche bereits für das bevorstehende Heimspiel am Samstag in der Stadthalle Bremerhaven angekündigt. „Wir geben nicht auf, das ist erst der Anfang!“, so sein motivierendes Statement. Die Eisbären sind fest entschlossen, sich die Chance auf den Aufstieg in die Basketball-Bundesliga (BBL) zu sichern.
Aufstieg im Blick
In den Play-offs hatten die Eisbären zuvor die Artland Dragons aus Quakenbrück mit 3:0 aus dem Wettbewerb geworfen. Sie gehen also mit einem gesunden Selbstbewusstsein in die Serie gegen Hagen. Die bisherigen Duelle in dieser Saison sprechen für die Eisbären: Sie gewannen beide direkten Begegnungen, mit einem 80:79 auf dem 16. Spieltag und einem 94:79 auf dem 24. Spieltag. Das gibt Grund zur Hoffnung!
Doch die Herausforderung für Bremerhaven ist nicht nur sportlicher Natur. Bei einem möglichen Aufstieg in die BBL müsste die Stadthalle Bremerhaven umgestaltet werden, da die Mindestkapazität von 3.000 Plätzen nicht erreicht wird – aktuell sind nur 1.800 Plätze erlaubt. Ein gewaltiger Schritt, der jedoch notwendig wäre, um den nächsten Level zu erreichen. Kapitän Adrian Breitlauch bezeichnete die Serie gegen Hagen als eine „heiße Nummer“ und sieht sein Team als Außenseiter. Aber vielleicht, nur vielleicht, mit etwas Glück und viel Einsatz, kann der Traum vom Aufstieg wahr werden.
Die nächsten Tage werden entscheidend sein. Alle Augen sind auf das Heimspiel am Samstag gerichtet. Bremerhaven kann es kaum erwarten, die nächste Chance zu nutzen und die Fans erneut in Ekstase zu versetzen. Die Vorfreude ist groß und der Kampfgeist ungebrochen!