Es war ein heißer Abend in Hagen, als die Eisbären Bremerhaven am 20. Mai 2026 im ersten Halbfinalspiel der ProA auf den Favoriten Phoenix Hagen trafen. Mit 3.145 Zuschauern in der Ischelandhalle war die Atmosphäre elektrisierend. Die Eisbären, die zuvor die Artland Dragons aus Quakenbrück mit 3:0 aus dem Weg geräumt hatten, wollten auch gegen Hagen ihre Chance nutzen. Doch es sollte nicht sein – nach einem spannenden Spiel mussten sie sich mit 80:85 geschlagen geben.
Zu Beginn des Spiels sah es vielversprechend aus. Bremerhaven ging schnell mit 15:8 in Führung, doch die Freude währte nicht lange. Hagen, der Ligaerstplatzierte, drehte das Spiel im ersten Viertel und setzte sich bis zur Halbzeit mit 46:40 ab. Die Eisbären hatten insbesondere mit ihren Dreipunktwürfen zu kämpfen – nur 1 von 8 in den ersten 13 Minuten! In der zweiten Halbzeit schienen sie aber stärker zurückzukommen und verkürzten den Rückstand auf 50:52.
Ein spannender Schlussabschnitt
Das letzte Viertel begann vielversprechend, als Miller einen Dreier traf und Bremerhaven kurzzeitig wieder in Führung brachte. Doch Hagen ließ sich nicht beirren, übernahm die Kontrolle und führte schließlich mit 81:77. Jacob Biss brachte die Eisbären mit einem Dreipunktwurf auf 77:83 heran, doch die Zeit lief gegen sie. In den entscheidenden Momenten des Spiels verfehlten die Eisbären zwei Freiwürfe in den letzten neun Sekunden – ein bitterer Abschluss für ihre Bemühungen.
Trainer Steven Esterkamp war nach dem Spiel sichtlich enttäuscht. „Wir haben zu viele Fehler gemacht und in der Offense in den letzten vier Minuten nicht gut gespielt“, gab er zu. Besonders die Rebounds, ein entscheidender Faktor, müssen verbessert werden, wenn sie in dieser Serie bestehen wollen. Zudem fehlte Jemarl Baker, der mit einer Knieverletzung ausfiel, was sich als großer Nachteil herausstellte.
Heimspiel am Samstag
Doch die Eisbären sind nicht entmutigt. Kapitän Jannis von Seckendorff hat bereits eine Revanche für das Heimspiel am 23. Mai in der Stadthalle Bremerhaven angekündigt. „Das nächste Spiel wird unser Spiel“, versprach er. Um in die Basketball-Bundesliga aufzusteigen, benötigen sie drei Siege in dieser Best-of-Five-Serie. Ein Aufstieg würde auch bedeuten, dass die Stadthalle Bremerhaven umgebaut werden müsste – die Mindestkapazität für die Bundesliga beträgt 3.000 Plätze. Aktuell sind nur 1.800 erlaubt.
Die Eisbären haben in dieser Saison bereits zwei direkte Duelle gegen Hagen gewonnen, und trotz der Niederlage am Dienstag ist das Selbstvertrauen noch da. Aber die Frage bleibt: Können sie den Favoriten schlagen und die Serie drehen? Am Samstag ist die Chance dazu – die Fans in Bremerhaven warten gespannt auf das nächste Kapitel dieser packenden Play-off-Serie.