Heute ist der 6.06.2026, und das ist nicht nur ein Datum, sondern auch ein Tag, der uns alle zum Nachdenken anregt – der Tag der Organspende. In Schleswig-Holstein gibt es Grund zur Freude, denn die Zahl der gespendeten Organe ist leicht gestiegen! Die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO) hat die aktuellen Zahlen veröffentlicht, und die zeigen, dass sich in der Region etwas tut.
Von Januar bis Ende Mai 2023 wurden 47 Organe entnommen und transplantiert. Das ist ein bemerkenswerter Anstieg im Vergleich zu den Vorjahren: 2022 waren es nur 34 und 2021 gerade mal 23 Organe. Die Zahl der transplantierten Organe stieg ebenfalls – auf 51, im Vergleich zu 48 im Jahr zuvor und 41 im Jahr 2021. Auch die Organspenderzahl hat sich erhöht: 13 Menschen haben in diesem Jahr ihr Leben gegeben, um anderen eine zweite Chance zu bieten. Ein schöner Lichtblick, denn im Vorjahr waren es nur 11 Spender.
Die Warteliste und der Bedarf
Doch trotz dieser positiven Entwicklungen gibt es auch Schattenseiten. Ende Mai 2023 standen in Schleswig-Holstein 392 Patienten auf der Warteliste für ein Spenderorgan. Ein großer Teil der benötigten Organe entfällt auf Nieren – insgesamt wurden 404 Organe benötigt, wovon mehr als die Hälfte, nämlich 228, Nieren waren. Rechnerisch gibt es in Schleswig-Holstein 17,2 Organspender pro eine Million Einwohner. Zum Vergleich: Hamburg hat eine beeindruckende Rate von 35 Spendern pro Million, während Mecklenburg-Vorpommern mit 18,5 Spendern aufwarten kann. Der bundesdeutsche Durchschnitt liegt bei 13,1 Spendern pro Million Einwohner.
In ganz Deutschland zeigt sich ein ähnliches Bild. Die Zahl der Organspender stieg von Januar bis Ende Mai 2023 um 6,1 Prozent auf 452. Auch die gespendeten Organe nehmen zu – bundesweit wurden 1.405 Organe gespendet, das entspricht einem Plus von 12,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Es ist ermutigend zu sehen, dass die Zahl der transplantierten Organe um 8,3 Prozent auf 1.464 angestiegen ist. Das sind alles positive Zeichen, die Hoffnung geben!
Ein Blick in die Zukunft
<pWenn wir uns die Statistiken für die kommenden Jahre anschauen, wird deutlich, dass die Niere nach wie vor das am häufigsten transplantierte Organ bleibt. Im Jahr 2024 gab es 2.075 Niere-Transplantationen. Und das Faszinierende ist: Eine Niere kann auch zu Lebzeiten gespendet werden. Schließlich kann man mit nur einer voll funktionsfähigen Niere gut leben. Die Zahl der Organspender bleibt seit Jahren relativ konstant, aber der leichte Anstieg auf 985 Spender im Jahr 2025 ist ein Lichtblick – die höchste Zahl seit 2012!
Der Tag der Organspende erinnert uns daran, wie wichtig die Entscheidung für eine Organspende ist. Es ist ein Thema, das uns alle betrifft – ob direkt oder indirekt. Ein kleiner Schritt für den Einzelnen, aber ein großer Sprung für viele, die auf ein neues Leben hoffen. Es bleibt zu hoffen, dass die Zahlen weiter steigen und mehr Menschen den Mut finden, sich als Organspender zu registrieren. Denn am Ende zählt jede einzelne Entscheidung, die das Leben eines anderen Menschen verändern kann.