Schleswig-Holstein, das grüne Herz im Norden, ist auf der Überholspur, wenn es um die Energiewende geht. Die Hansewerk AG, Muttergesellschaft von SH Netz, hat großartige Pläne aus dem Hut gezaubert. Bis 2030 sollen über 2,63 Milliarden Euro in den Ausbau und die Instandhaltung der Energienetze fließen. Rund 2,5 Milliarden Euro sind dabei speziell für die Stromnetze eingeplant. Und das Beste daran? Bis Ende 2023 sollen bereits etwa 450 Millionen Euro in die Energienetze investiert werden. Das klingt doch nach einer echten Zukunftsvision, oder?

Christian Fenger, der Vorstandsvorsitzende von Hansewerk, hat es auf den Punkt gebracht: „Wir müssen die Netze fit machen für die Erneuerbaren!“ Die Investitionen sind nicht nur Zahlen auf einem Papier – sie sind eine Reaktion auf den steigenden Bedarf. Wärmepumpen, E-Mobilität und Batteriespeicher verlangen nach einer soliden Infrastruktur. Bis 2027 sind über 530 Millionen Euro eingeplant, um genau das zu ermöglichen.

Windkraft und Photovoltaik im Fokus

Die Windkraft hat in Schleswig-Holstein eine lange Tradition. Ende 2025 waren landesweit 3.316 Windenergieanlagen in Betrieb, mit einer beeindruckenden Gesamtleistung von 9.624 Megawatt. Das zeigt sich auch in den beeindruckenden Zahlen: Schleswig-Holstein deckte 2024 rechnerisch 170 Prozent seines Strombedarfs mit grünem Strom. Ja, richtig gehört – mehr Strom als benötigt! Hauptsächlich wird dieser Strom in den Westen und Süden Deutschlands geliefert. Ein echter Export-Schlager!

Die Situation ist jedoch nicht nur eitel Sonnenschein. Die Einspeisung aus Windkraftanlagen an Land sank um 3,1 Prozent, während die Offshore-Anlagen um 2,8 Prozent zurückgingen. Doch die Photovoltaik sorgt für frischen Wind – hier gab es einen Anstieg von satten 28,4 Prozent. Die Anspannung in den Netzen zeigt sich auch in den Abregelungen: 2024 sank die Abregelung der Erneuerbaren Energien an Land auf rund 828 Gigawattstunden. Ein signifikanter Rückgang im Vergleich zu den Höchstständen, die wir 2019 erlebt haben. Fortschritte sind also sichtbar, auch wenn noch viel zu tun bleibt.

Ein starkes Netzwerk für die Zukunft

Die Herausforderungen der Energiewende sind groß, aber Schleswig-Holstein ist auf dem richtigen Weg. Der Netzausbau, insbesondere an den Nord-Süd-Leitungen wie SuedLink, ist in vollem Gange. Bis 2030 wird eine Verdopplung des Stromverbrauchs auf rund 15 Terawattstunden erwartet – bedingt durch Sektorkopplung, Wärmewende, Elektromobilität und Wasserstoffproduktion. Da kommen wir ins Schwitzen! Die Region wird voraussichtlich mehr Strom aus Erneuerbaren Energien produzieren, als sie selbst verbraucht.

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Ein spannendes Projekt ist der HeideHub, der als großes Drehkreuz für Windstrom in der Nordsee und den Kreisen der Energieküste fungieren soll. Es gibt also viel zu besprechen und zu tun. Bei der Fachkonferenz Infrastrukturforum Energieküste diskutieren etwa 200 Akteure aus Kommunen, Wirtschaft, Wissenschaft und Politik über die Weiterentwicklung der Energiewendeinfrastruktur. Das Gefühl, Teil von etwas Großem zu sein, ist hier allgegenwärtig.

Insgesamt hat SH Netz in den letzten fünf Jahren über eine Milliarde Euro in den Ausbau der Energienetze investiert. Und es geht weiter! Mit den anstehenden Investitionen wird Schleswig-Holstein seine Rolle als Vorreiter in der Energiewende weiter festigen. Man darf gespannt sein, wie die Zukunft aussieht – möglicherweise sogar ein bisschen heller und grüner!