Schleswig-Holstein hat einen weiteren Schritt in Richtung einer besseren Radverkehrsinfrastruktur gemacht. Verkehrsminister Claus Ruhe Madsen übergab heute einen Förderbescheid für den Bau eines neuen Radwegs zwischen Tasdorf und Großharrie. Mit einem finanziellen Rücken von 905.000 Euro aus dem Sonderprogramm „Stadt und Land“ des Bundesverkehrsministeriums wird dieses lange gewünschte Projekt endlich Realität. Anwesend bei der Übergabe waren auch die Bürgermeister von Tasdorf, Marco Sievers, und von Großharrie, Karl-Hans Blöcker, die sich gemeinsam über diesen Fortschritt freuen konnten.
Der neue Radweg wird eine bedeutende Lücke im bestehenden Radwegenetz der Region schließen und ist für viele Menschen wichtig: Schülerinnen und Schüler, Freizeitradler sowie Urlaubsgäste werden von dieser Verbindung profitieren. Seit 2009 wünschen sich die Gemeinden eine Radwegverbindung zwischen Tasdorf und Großharrie. Der Baustart ist für das zweite Halbjahr 2026 geplant, die Fertigstellung wird für Mitte 2027 angestrebt. Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf rund 1,2 Millionen Euro.
Ein Teil eines größeren Plans
Der Radweg ist nicht nur ein regionales Projekt, sondern Teil eines umfassenden Plans zur Verbesserung der Radverkehrsinfrastruktur in Deutschland. Seit 2021 können Länder und Gemeinden Bundesmittel für solche Projekte beantragen. Das Finanzhilfe-Sonderprogramm „Stadt und Land“ wurde bis 2030 verstetigt, und insgesamt stehen bis zu 1,9 Milliarden Euro zur Verfügung, um die Attraktivität und Sicherheit des Radfahrens insbesondere im ländlichen Raum zu erhöhen. Über 3.500 Maßnahmen wurden bundesweit bereits bestätigt, mit dem Ziel, den Verkehr auf das Fahrrad zu verlagern.
Die geförderten Maßnahmen sind vielfältig: Sie reichen vom Neu- und Ausbau von Radverkehrsnetzen bis hin zu eigenen Radwegen und Fahrradstraßen. Auch Abstellanlagen und Fahrradparkhäuser gehören dazu. So wird nicht nur der Verkehrsfluss für Radfahrer optimiert, sondern auch die Sicherheit im Straßenverkehr erhöht. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Schaffung flächendeckender, getrennter und sicherer Radverkehrsnetze.
Ein Schritt in die Zukunft
Die Maßnahmen des Sonderprogramms „Stadt und Land“ sind Teil des Klimaschutzprogramms 2030 der Bundesregierung. Ziel ist es, die Attraktivität des Radverkehrs durch höhere Verkehrssicherheit und bessere Bedingungen im Straßenverkehr zu steigern. Mit dem neuen Radweg zwischen Tasdorf und Großharrie wird nicht nur die Mobilität in der Region gefördert, sondern auch ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz geleistet.
Die Gemeinden und die Bürgerinnen und Bürger können sich auf eine verbesserte Radinfrastruktur freuen, die nicht nur den Alltag erleichtert, sondern auch zur Erholung und Freizeitgestaltung beiträgt. Mit der Unterstützung des Bundes und dem Engagement der Kommunen wird Schleswig-Holstein zu einem noch radfreundlicheren Ort.