Heute ist der 24. April 2026 und Schleswig-Holstein erstrahlt nicht nur in frischem Grün, sondern auch in neuem Wissen. Rund 550 Mitarbeiter arbeiten im Landesamt für Vermessung und Geoinformation Schleswig-Holstein (LVermGeo SH) und ermöglichen es uns, die Welt um uns herum besser zu verstehen. Diese Fachkräfte sind in der Verwaltung und der Privatwirtschaft sehr gefragt, denn sie erheben und pflegen unverzichtbare topographische Daten für Landkarten, Navigationsgeräte und Online-Kartendienste. Der Bedarf an Experten im Bereich Geoinformation wächst, und das ist nicht ohne Grund.

Im Wintersemester 2024/2025 wurde erstmals das Zertifikatsstudium „GeoDataScience“ in Kooperation mit der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) ins Leben gerufen. Dieses innovative Studium kombiniert geodätische Inhalte mit Geographie und Informatik, wobei der Fokus insbesondere auf der Verarbeitung von Geodaten liegt. Studierende haben die Möglichkeit, das Zertifikatsstudium begleitend zu ihrem Bachelorstudiengang Geographie zu absolvieren. Und der Erfolg lässt sich sehen: Zwei Studierende haben das Zertifikatsstudium bereits erfolgreich abgeschlossen – in nur anderthalb Jahren, während regulär fünf Semester vorgesehen sind.

Wichtige Kompetenzen für die Zukunft

Bei der feierlichen Zertifikatsübergabe hielt Staatssekretär Dr. Frederik Hogrefe ein inspirierendes Grußwort. Er gratulierte den Absolventen und betonte die immense Bedeutung von Geodaten für wichtige Bereiche wie Klimaschutz, Infrastrukturplanung und Katastrophenschutz. „Die Absolventen bringen die benötigten Kompetenzen für moderne Verwaltung und Wirtschaft mit“, so Hogrefe. Ihre Expertise wird dringend benötigt, um die Herausforderungen der Zukunft zu meistern.

Die Aufgaben von Geoinformatikern sind vielfältig und spannend. Sie entwickeln und wenden Geoinformationssysteme (GIS) an, erfassen, verarbeiten und visualisieren räumliche Daten. Dazu gehört auch die Programmierung von Anwendungen sowie das Datenbankmanagement und die Datenmodellierung. In Bereichen wie Umweltüberwachung, Stadt- und Verkehrsplanung sind sie unverzichtbar und leisten einen wertvollen Beitrag zur Gestaltung unserer Lebensräume.

Berufliche Perspektiven und Anforderungen

Die Karrierechancen für Geoinformatiker sind vielversprechend. Ein Einsteiger kann mit einem Bruttogehalt von etwa 40.000 bis 50.000 Euro pro Jahr rechnen, während erfahrene Fachkräfte sogar 60.000 Euro und mehr verdienen können. Das Berufsfeld bietet zahlreiche Möglichkeiten in der öffentlichen Verwaltung, im IT-Consulting sowie im Umwelt- und Ressourcenmanagement. Auch private Unternehmen suchen händeringend nach talentierten Geoinformatikern.

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Um in diesem Bereich erfolgreich zu sein, sind analytische Denkweise, Kenntnisse in Programmiersprachen wie Python und Java sowie Erfahrung mit GIS-Software und Datenbanken gefragt. Kommunikationsfähigkeiten und Teamgeist sind ebenfalls unerlässlich, denn oft arbeiten Geoinformatiker in interdisziplinären Projekten. Die Zukunftsaussichten sind stabil und sogar wachsend, insbesondere angesichts der Relevanz von Big Data, Digitalisierung und innovativen Technologien wie Satellitenüberwachung und smarten Städtekonzepten.

Abschließend lässt sich sagen, dass die Kombination aus Geodaten, Informatik und Geographie nicht nur akademisch spannend, sondern auch für unsere Gesellschaft von großer Bedeutung ist. Wer sich für diesen zukunftsträchtigen Bereich interessiert, findet in Schleswig-Holstein die besten Voraussetzungen, um durchzustarten. Mit dem neuen Zertifikatsstudium und den engagierten Fachkräften ist die Region bestens gerüstet, um die Herausforderungen der Zukunft anzugehen und innovative Lösungen zu entwickeln.