In Lübeck-Travemünde tut sich was! Der Hafen wird fit gemacht für die Zukunft, und das Projekt „Digital Green MoS“ hat einen ganz besonderen Platz im Schaufenster. Kofinanziert von der EU im Rahmen der Fazilität „Connecting Europe“, wird hier die Kurzstreckenseeverbindung zwischen Lübeck-Travemünde und Trelleborg gestärkt. Das Ganze läuft bis Ende 2025 und hat das Ziel, die Abläufe im Hafen nicht nur zu modernisieren, sondern auch umweltfreundlicher zu gestalten.
Die Lübecker Hafen-Gesellschaft (LHG) hat sich dabei eine zentrale Rolle auf die Fahnen geschrieben. Die Zufahrt und IT-Infrastruktur am Skandinavienkai werden aufpoliert. Das bedeutet unter anderem, dass digitale Displays, Steuerungssoftware und ein modernes Digital-Signage-System installiert werden. Diese technischen Neuerungen sollen die Verkehrsflüsse im Terminalbereich optimieren, was besonders für die Reederei TT-Line von Bedeutung ist. Diese verbindet die beiden Häfen regelmäßig und freut sich über die Verbesserung der Hafenabläufe.
Nachhaltigkeit im Fokus
Ein wichtiger Aspekt des Projekts ist die Verringerung der Umweltauswirkungen. Durch die angestrebte Verkehrsverlagerung von 73 bis 94 Millionen Tonnenkilometern von der Straße auf nachhaltige Verkehrsträger, könnte bis 2035 eine Einsparung von bis zu 387.100 Tonnen CO₂ erreicht werden. Das klingt nicht nur gut, sondern ist auch dringend nötig, um den Klimazielen gerecht zu werden. Zudem wird der Hafen Trelleborg mit zwei neuen Seitenrampen und digitalen Steuerungssystemen aufgerüstet, was die Effizienz beim Abfertigen größerer RoPax-Schiffe unterstützt.
Das Konsortium hinter diesem ehrgeizigen Vorhaben umfasst die Hafen Trelleborg, die Lübeck Port Authority und die TT-Line. Gemeinsam wird daran gearbeitet, die technischen, digitalen und organisatorischen Anforderungen für die Zukunft zu erfüllen und die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Lübeck-Travemünde zu stärken. Man könnte sagen, hier wird nicht nur in Beton und Technik investiert, sondern auch in die Ideen der Zukunft!
Innovationen in deutschen Häfen
Und Lübeck ist nicht allein mit seinen Ambitionen. Das Bundesministerium für Verkehr (BMV) hat kürzlich Förderurkunden an verschiedene Konsortien aus deutschen Hafenstandorten überreicht. Hierbei wurden insgesamt rund 65 Millionen Euro für innovative Hafenprojekte bereitgestellt, die Digitalisierung, Automatisierung und Nachhaltigkeit in der Hafenwirtschaft vorantreiben wollen. Sechs Projekte wurden ausgewählt, darunter „Port Connect“, das eine Plattform für die Personaleinteilung entwickeln möchte. Ein weiterer spannender Ansatz ist das Projekt „iPORTUS“, das autonome Wasserfahrzeuge integriert.
Wenn man sich das alles so anschaut, wird schnell klar: Die Häfen in Deutschland sind auf einem guten Weg. Innovative Technologien sind nicht nur ein Trend, sie werden zur Notwendigkeit, um im internationalen Wettbewerb bestehen zu können. Lübeck-Travemünde ist dabei ein wichtiger Player, der mit dem Projekt „Digital Green MoS“ und den Förderungen des BMV zeigt, dass man bereit ist, in eine nachhaltige und effiziente Zukunft zu investieren.