Am 13. Mai 2026 fand im Bürgerschaftssaal des Lübecker Rathauses eine spannende Veranstaltung mit dem Titel „GRÜNtalk: Bereit für den Ernstfall? Zivil- und Katastrophenschutz in Lübeck“ statt. Rund 40 interessierte Gäste waren vor Ort und zusätzlich konnte man die Diskussion bequem per Livestream verfolgen. Ein Thema, das in der heutigen Zeit wichtiger denn je ist, wurde heiß diskutiert: die aktuellen Gefahrenlagen und die Widerstandsfähigkeit Lübecks in Krisensituationen.

In Lübeck gibt es tatsächlich tragfähige Strukturen im Bevölkerungsschutz, aber Handlungsbedarf besteht dennoch. Besonders der Ausbau eines modernen Gefahrenabwehrzentrums wurde als dringend notwendig erachtet. Zudem wurde die überregionale Vernetzung thematisiert. Steffen Hamer, Mitglied im Ausschuss für Umwelt, Sicherheit und Ordnung, hob die geringe Mitgliederzahl der „Blaulichtfamilie“ in der Stadt hervor und forderte mehr Engagement von Seiten der Bürger. Es ist klar: „Wir sollten uns nicht nur auf die Profis verlassen“, wurde die Botschaft deutlich. Jeder Einzelne ist gefragt!

Selbstvorsorge und Resilienz fördern

Eine zentrale Botschaft der Veranstaltung war die Notwendigkeit der Selbstvorsorge. Die Teilnehmer wurden ermutigt, sich auf die ersten 72 Stunden im Krisenfall vorzubereiten – das klingt vielleicht erst einmal nach viel, ist aber machbar! Lebensmittelvorräte, eine gut sortierte Hausapotheke und weitere vorbereitende Maßnahmen können im Ernstfall entscheidend sein. Die Kampagne „KommKlar SH“ des Landes wurde als hilfreiche Informationsquelle zum Thema Bevölkerungsschutz hervorgehoben. Ein Blick auf die Internetseite des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) lohnt sich, um sich auf dem Laufenden zu halten.

Kimberly D’Amico, sicherheitspolitische Sprecherin der Grünen Fraktion, nahm ebenfalls Stellung und betonte das große Interesse der Bürger an diesem Thema – und das nicht ohne Grund. In einer Welt, in der Unsicherheiten zunehmen, ist das Bewusstsein für Krisenbewältigung entscheidend.

Gemeinsam für mehr Sicherheit

Das Resilienzprogramm des ASB zeigt, wie wichtig die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Akteuren ist. Die „Round Tables“, die an verschiedenen Standorten durchgeführt werden, bringen Vertreter:innen von Kommunen, sozialen Einrichtungen und lokalen Hilfsorganisationen zusammen. Hier steht der Austausch im Vordergrund. Ziel ist es, besonders vulnerable Gruppen in Bezug auf Vorsorge und Hilfe zu informieren und zu unterstützen. Es ist spannend zu sehen, wie in Deutschland bereits Sensibilisierungskampagnen und Notfallpläne in den Kommunen existieren.

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Prof. Dr. Michael Stricker hat es treffend formuliert: Es braucht leicht verständliche, zugängliche und praxisnahe Maßnahmen. Denn nur so können wir alle mitgenommen werden, uns sicherer fühlen und im Ernstfall richtig handeln. Wenn die Bürgerinnen und Bürger von Lübeck bereit sind, sich aktiv einzubringen, können wir gemeinsam die Resilienz unserer Stadt stärken.