Heute ist der 10.05.2026, und in Lübeck brodelt es. Rund 800 Ehrenamtliche, die sich in 22 Freiwilligen Feuerwehren engagieren, stehen in den Startlöchern, doch die Situation ihrer Gerätehäuser ist alles andere als rosig. Ein aktuelles Gutachten hat ergeben, dass keines der untersuchten Gerätehäuser die rechtlichen Vorgaben erfüllt – ein echter Weckruf, könnte man sagen! Die Feuerwehrleute sind nicht nur Brandschutzhelden, sie sind auch auf die Infrastruktur angewiesen, die sie schützt und unterstützt.

Die Ergebnisse sind alarmierend: Von den 17 untersuchten Gerätehäusern, die zwischen 21 und 126 Jahre alt sind, haben alle gravierende Mängel. Zum Beispiel fehlt an allen Ecken und Enden die „Schwarz-Weiß-Trennung“, die Stellplätze sind unzureichend dimensioniert und die Fahrzeughallen sind schlichtweg zu klein. Das Gutachten spricht sogar von sofortigem Handlungsbedarf und schlägt gleich Erweiterungen oder Neubauten vor. Aber keine Sorge, das ist nicht nur eine Frage des Geldes – es geht auch um die Sicherheit der Lübecker Bürger!

Die Zahlen sprechen für sich

Die geschätzten Instandsetzungskosten belaufen sich auf über 1,5 Millionen Euro, wenn man die kurzfristigen und mittelfristigen Maßnahmen zusammenrechnet. Ein Batzen Geld, der dringend benötigt wird, um die Sicherheit und Einsatzbereitschaft zu gewährleisten. Am 18. Mai wird der Bericht im Bauausschuss beraten – spannend, ob und wie schnell hier etwas bewegt wird! Übrigens, für die Neugierigen unter uns: Das Gutachten ist auf www.luebeck.de einsehbar.

Am 29.09.2022 hat die Bürgerschaft Lübeck bereits 50.000 Euro für die Planungskosten zur Zustandsaufnahme der Feuerwehrgerätehäuser bereitgestellt. Ein kleiner Schritt, aber immerhin: Das Ziel ist klar umrissen, es soll eine Renovierungsplanung aufgestellt werden, um die Instandsetzungs- und Erneuerungsbedarfe sichtbar zu machen. Und das ist erst der Anfang – die Stadtfeuerwehrverbände, die auch die Interessen der Freiwilligen Feuerwehren vertreten, haben noch einiges zu tun!

Ein Blick in die Zukunft

Parallel zu diesen Entwicklungen wird ein Masterplan für die Feuerwehrgerätehäuser erarbeitet, der zukünftige Anforderungen und Machbarkeitsstudien berücksichtigen soll. Die DIN-Normen für Feuerwehrhäuser wurden erst 2024 überarbeitet, um den gestiegenen Anforderungen gerecht zu werden. Stellplatzgrößen wurden angepasst, Hygienekriterien überarbeitet und vieles mehr. So müssen Feuerwehrhäuser auch unter extremen Bedingungen funktionsfähig bleiben – bei Wind und Wetter müssen sie die Einsatzkräfte schützen.

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Die Herausforderung ist also groß, und die Zeit drängt! Die Notwendigkeit von Neubauten und Erweiterungen drängt sich förmlich auf. Ein modularer Ansatz zur Planung von Feuerwehrgerätschaften könnte hier helfen, um Kosten zu senken und gleichzeitig die dringend benötigte Infrastruktur zu schaffen. Und ja, es gibt bereits neun Gerätehäuser, die dem Land für zukünftige Neubauten gemeldet wurden. Der erste Schritt in Richtung einer besseren Zukunft für Lübecks Feuerwehr ist also getan. Man darf gespannt sein, welche Fortschritte in den kommenden Jahren gemacht werden.