Heute, am 10. Juni 2026, wird es spannend in Kiel! In der Niederdeutschen Bühne am Wilhelmplatz versammeln sich kleine Plattdeutsch-Liebhaber, denn das große Finale des plattdeutschen Lesewettbewerbs „Schölers leest Platt“ steht vor der Tür. Zwölf talentierte Kinder aus ganz Schleswig-Holstein haben sich durch harte Schul-, Landschafts- und Regionalentscheide bis hierher gekämpft. Ein beeindruckendes Unterfangen, wenn man bedenkt, dass in diesem Jahr fast 240 allgemeinbildende Schulen an dem Wettbewerb beteiligt waren. Wow!
Die Teilnehmer sind in drei Gruppen eingeteilt – das sorgt für eine bunte Mischung: die Kleinen aus der 3. und 4. Klasse, die etwas Größeren aus der 5. bis 7. Klasse und die älteren Schüler der 8. bis 10. Klasse. In den letzten Wochen haben sie sich intensiv vorbereitet, um die Texte, die sie gelesen haben, perfekt in die Herzen der Zuhörer zu tragen. Besonders spannend: Die Textvorträge werden ausgelost, also ist die Aufregung vor dem Auftritt natürlich riesig!
Die Teilnehmer im Detail
Die kleinen Stars der 3. und 4. Klasse sind Enola Johanna Kilian von der Grundschule Hemmingstedt, Nele Reimann von der Grundschule Hüttener Berge, Tamme Hansen von der Lüttschool Drelsdorf-Joldelund und Gesa Kretzschmar von der Grundschule Bünningstedt. In der höheren Altersgruppe, der 5. bis 7. Klasse, stehen Tamme Pöhlmann von der Gemeinschaftsschule Viöl-Ohrstedt-Haselund, Charlotte Litwin vom Gymnasium Kronshagen, Tjark Preben Holm von der Meldorfer Gelehrtenschule und Klara Thun von der Jürgen-Fuhlendorf-Schule auf der Bühne. Und schließlich die Älteren: Johanna Jahnke von der Lornsenschule Schleswig, Vienna Schmidt von der Auenwaldschule Gemeinschaftsschule Böklund, Lina Maaßen von der Grund- und Gemeinschaftsschule Tellingstedt und Juli Niemann von der Kaiser-Karl-Schule. Ein echtes Feuerwerk an Talenten!
Der Wettbewerb, der seit 1979 vom Heimatbund ins Leben gerufen wurde, zielt darauf ab, die plattdeutsche Kultur und die Identität Schleswig-Holsteins zu stärken. Es ist nicht nur ein Lesewettbewerb, sondern auch eine wunderbare Möglichkeit, die Regionalsprache Niederdeutsch zu fördern und das Bewusstsein für die schleswig-holsteinische Kultur zu schärfen. Unterstützt wird das Ganze von namhaften Partnern wie den Sparkassen, dem Landesverband Bibliotheken SH und dem Norddeutschen Rundfunk. Und ganz nebenbei wird die Oberschule Uplengen heute für ihr Engagement in der niederdeutschen Sprache ausgezeichnet. Hut ab!
Ein Blick in die Zukunft
Für die nächsten Jahre gibt es bereits Pläne. Der nächste Wettbewerb wird 2026 wieder stattfinden, mit einem spannenden Viertelfinale in Bibliotheken und Museen. Das Halbfinale wird in ausgewählten Theatern ausgetragen, bevor dann das große Landes-Finale folgt. Es ist schön zu sehen, dass rund ein Viertel der Schulen sich alle zwei Jahre an diesem Wettbewerb beteiligt. Ein echtes Zeichen dafür, dass das Interesse an der plattdeutschen Sprache wächst und gedeiht!
Aber das ist noch nicht alles! Ab dem Schuljahr 2025/26 wird es an 55 Modellschulen ein freiwilliges Unterrichtsangebot für Niederdeutsch geben. Die Kinder werden in den Jahrgangsstufen 1 bis 4 zwei Stunden pro Woche in der Regionalsprache unterrichtet, was dazu beiträgt, dass sie die Sprache systematisch erlernen. Titel wie „Paul un Emma“ helfen ihnen dabei, und das ist wirklich eine tolle Sache. Die ersten Modellschulen haben bereits Bücherkisten mit Lehrmaterialien erhalten, und auch in der Sekundarstufe wird es spannende Lektüren in niederdeutscher Übersetzung geben.
Es bleibt also spannend! Die plattdeutsche Sprache hat nicht nur eine lange Tradition, sondern auch eine vielversprechende Zukunft vor sich. Die Begeisterung der Kinder, ihre unbändige Freude am Lesen und das Engagement der Schulen werden dafür sorgen, dass die Regionalsprache lebendig bleibt – und das ist einfach nur großartig!