Heute ist der 1.05.2026 und die Theaterlandschaft in Kiel wird mit Spannung erwartet, denn Anna-Elisabeth Frick gibt ihren Einstand als Oberspielleiterin am Schauspiel in Kiel. Ihre Inszenierung mit dem Titel „Anatomy of failing“ feiert heute Uraufführung auf der kleinen Nebenbühne Studio. Ein Abend, der sich in kurzen Miniaturen mit der Schönheit des Scheiterns beschäftigt, wird die Zuschauer in seinen Bann ziehen.

Frick, die bereits zuvor am Theater Kiel tätig war, hat eine Inszenierung geschaffen, die eine Mischung aus Slapstick und poetischen Situationen bietet. Die Dauer der Aufführung beträgt etwas mehr als eine Stunde und erzählt mehrere Geschichten aus dem Theaterleben. Charaktere wie Sam, Marie und Ulrike erleben verschiedene Formen des Scheiterns und laden das Publikum dazu ein, über das eigene Scheitern nachzudenken.

Einblicke in die Bühne

Die Ausstattung von Nina Sievers spielt im Bühnenfundus und verleiht der Inszenierung eine besondere Note. Die Darstellerinnen probieren verschiedene Kostüme an und erzählen Geschichten, die das Geschichtenerzählen selbst thematisieren. Am Ende der Aufführung formiert sich die Gruppe zu einer Band und spielt Musik, während Ulrike von Anglerfischen umkreist wird, während die Lichter im Theater verlöschen. Diese eindringliche Bildsprache erinnert daran, dass die Tiefsee, in der sich die Anglerfische bewegen, nur zu 0,001 Prozent erforscht ist und schwaches Licht als Orientierungshilfe dient.

Die Inszenierung thematisiert nicht nur das persönliche Scheitern, sondern stellt auch Fragen zu Begegnungen, hinterlassenen Spuren und Kommunikation. Die Tiefsee wird dabei mit der menschlichen Psyche verglichen, was die Zuschauer dazu anregt, über ihre eigenen Erfahrungen nachzudenken. In „Anatomy of failing“ stehen fünf Spielerinnen und fünf Requisiten im Zentrum der Stückentwicklung, wobei der Fokus auf der Künstlerinnen-Identität und deren Darstellung auf der Bühne liegt.

Ausblick auf die kommenden Inszenierungen

Frick wird in der kommenden Saison mit „Madame Bovary“ und „PeerGynt“ in Kiel erneut für Furore sorgen. Ihre Fähigkeit, komplexe Themen auf die Bühne zu bringen und das Publikum zum Nachdenken anzuregen, wird auch in diesen neuen Projekten deutlich werden. Der heutige Abend ist somit nicht nur ein Einstand, sondern auch ein Ausblick auf das, was das Publikum in der Zukunft erwarten kann.

Werbung
Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Mit „Anatomy of failing“ wird das Theater Kiel einmal mehr zu einem Ort, an dem das Scheitern nicht nur akzeptiert, sondern auch zelebriert wird. So wird das Publikum eingeladen, im Angesicht von Misserfolgen und persönlichen Herausforderungen, die Schönheit des Lebens zu entdecken.