In Kiel brodelt die Vorfreude, denn die U19 des THW Kiel steht vor einer historischen Chance: Am Sonntag, dem 3. Mai, trifft man im Hinspiel der Deutschen Meisterschaft auf den SC Magdeburg. Ein Titel, den man seit 1971 nicht mehr gewonnen hat, könnte nun endlich wieder in den Händen der Jungzebras liegen. Die Partie findet in der Merkur Ostseehalle statt, die mit über 10.000 Plätzen mehr als genug Raum für die Fans bietet. Diese Entscheidung, von der Edgar-Meschkat-Halle mit ihren 700 Zuschauern in die große Arena umzuziehen, zeigt den Ehrgeiz, der hinter diesem Team steckt.
Trainer Felix Höppner äußerte sich optimistisch, aber auch respektvoll über die bevorstehende Herausforderung. Er hofft auf eine gut gefüllte Halle, um sein Team anzufeuern. Am Donnerstag waren bereits über 3000 Tickets verkauft – Tendenz steigend. Die bisherigen Begegnungen gegen Magdeburg verliefen gemischt: Während man in der Punktrunde eine Niederlage mit 36:42 hinnehmen musste, konnte man sich in Altenholz mit 48:45 durchsetzen. Höppner schätzt die Titelchancen auf „fünfzig zu fünfzig“, was die Spannung nur noch erhöht.
Ein starkes Team in der Endphase der Saison
Der Weg ins Finale war für die U19 alles andere als einfach. Im Viertelfinale schaltete das Team den Titelverteidiger Erlangen aus und im Halbfinale triumphierte man über die Füchse Berlin mit 37:33 und 32:28. Höppner hebt die Breite seines Kaders hervor: Mit acht Rückraumspielern und einer starken Torwartposition ist die Mannschaft gut aufgestellt. Insgesamt stehen 16 bis 18 Spieler für das entscheidende Finalspiel zur Verfügung. Das Team hat die Sollvorgabe, unter die ersten Fünf zu kommen, bereits übererfüllt – ein Zeichen für den großen Zusammenhalt und das Können dieser jungen Talente.
Doch nicht nur die U19 sorgt für Aufregung. Auch die B-Jugend des THW Kiel kämpft um den Einzug ins Finale der Deutschen Meisterschaft. Das Hinspiel gegen die Rhein-Neckar Löwen endete mit 38:41 für Kiel, und nun steht das Rückspiel am Samstag, dem 2. Mai, in der Edgar-Meschkat-Halle an. Die Spieler hoffen auf die Unterstützung der „weißen Wand“, die für ihre unermüdliche Unterstützung bekannt ist.
Ein Blick auf die weiteren Teams
Die U17 des THW Kiel hat das Halbfinale der JBLH gegen die Rhein-Neckar Löwen verloren, während die mD-Jugend den 5. Platz in der Regionalliga Nord erreichte. Die U23 feierte jüngst einen wichtigen Sieg gegen Bordesholm mit 35:33 und steht vor einem entscheidenden Duell in der Regionalliga Nord. Außerdem wird die U23 im Pokalfinale auf den MTV Dänischenhagen treffen, was die Vielfalt und den Erfolg des THW Kiel im Nachwuchsbereich unterstreicht.
Die kommenden Tage werden für den THW Kiel entscheidend sein, und die Vorfreude auf das große Finale in der Merkur Ostseehalle könnte nicht größer sein. Es bleibt nur zu hoffen, dass die Tribünen voll sein werden und die Spieler die Unterstützung erhalten, die sie benötigen, um den Traum vom Meistertitel zu verwirklichen.