Die Vorfreude ist groß in Hamburg, denn vom 5. bis 23. August wird die Stadt wieder zum Schauplatz des Kampnagel-Sommerfestivals. Unter dem Motto „Hope!“ wird es ein buntes Spektakel aus internationalen Tanz- und Performanceproduktionen, Konzerten, Lesungen und Theateraufführungen geben. Künstlerischer Leiter András Siebold hat ein aufregendes Programm zusammengestellt, das die Besucher in seinen Bann ziehen wird.

Die Eröffnung wird von der argentinischen Choreographin Ayelen Parolin gestaltet, die mit ihrer neuen Tanzperformance „IRRESISTIBLE REVOLUTION“ aufwartet. Ihre Arbeit verbindet die Ideen der nordamerikanischen Aktivistin und Autorin adrienne maree brown mit der Lebendigkeit des argentinischen Karnevals und der Kraft von Protestchoreografien. Das ist nicht nur Tanz, das ist ein Aufruf zur Freude und zum Widerstand!

Ein Festival der Vielfalt

Ein weiteres Highlight wird der Auftritt des US-amerikanischen Singer-Songwriters und Grammy-Gewinners Durand Bernarr sein, dessen Musik die Seele berührt. Auch das französische Kollektiv (LA)HORDE und das Ballett national de Marseille werden mit ihrer Produktion „APRÈS MOI, LE DÉLUGE“ auf die Bühne treten. Hier geht es um den Kampf für eine bessere Welt – ein Thema, das uns alle angeht.

Die Hamburger Kunsthalle wird in Kooperation mit dem Festival die Ausstellung „The Ballad of Sexual Dependency“ von Nan Goldin zeigen. Diese Ausstellung ist ein weiterer Schritt, um die Verbindung zwischen Kunst und gesellschaftlicher Realität zu verdeutlichen. Dazu kommt eine Abschlussgala mit Regisseur und Musiker Christoph Marthaler sowie den Symphonikern Hamburg, die das Festival gebührend abschließen wird.

Ein Raum für Experimente und Reflexion

Die Veranstaltungen finden nicht nur auf dem Kampnagel-Gelände, sondern auch in der St. Gertrud-Kirche und entlang der Kunstmeile statt, was für eine ganz besondere Atmosphäre sorgt. Über 30 Partys und Konzerte werden das Festival begleiten, darunter ein Auftritt von Bonnie ‚Prince‘ Billy, der mit seinen Songs über Hoffnung und Resilienz berührt.

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Besonders spannend wird auch Jacob Jonas‘ Weltpremiere einer Tanztrilogie, die auf seinen Erfahrungen mit Krebs basiert. Die Künstlerin Melanie Jame Wolf verwandelt ihre Brustkrebsdiagnose in eine komödiantische Performance – das ist Mut und Kreativität in einem! Auch das Stück „BURNT TOAST“ von Susie Wang wird mit einem Charakter namens „Hope“ die Rolle der Hoffnung in einem theatralischen Kontext erforschen.

Ein Festival voller Gedanken und Gefühle

Das Thema Hoffnung zieht sich wie ein roter Faden durch das gesamte Programm. So wird zum Beispiel der Philosoph Jonathan Lear mit seinem Konzept der „Radical Hope“ zu Wort kommen, während Rebecca Solnit in „Hope in the Dark“ die Verbindung zwischen Hoffnung und historischer Erinnerung thematisiert. Die Vielfalt der künstlerischen Auseinandersetzungen zeigt, dass Hoffnung nicht nur ein Gefühl, sondern auch ein aktiver, kämpferischer Akt ist.

In einer Welt, in der negative Nachrichten oft überhandnehmen, adressiert Raja Feather Kelly mit seinem Stück „DOOMERS“ den Umgang mit dieser Flut an schlechten Nachrichten. Gleichzeitig wird Yulia Navalnaya, die den Kampf ihres Mannes für Freiheit fortsetzt, eindrucksvoll die Reflexion über Russlands Geschichte zur Sprache bringen.

Das Kampnagel-Sommerfestival ist nicht nur eine der wichtigsten zeitgenössischen Kunstveranstaltungen in Hamburg, sondern auch ein Ort der Begegnung, des Austauschs und der Inspiration. Der Avant-Garten wird als sozialer Raum für die Festivalbesucher dienen, um sich auszutauschen und die künstlerischen Impulse zu diskutieren. Nach dem Festival stehen auch Renovierungsarbeiten an, die das Kampnagel für die kommenden Jahre fit machen werden. Die Community von Unterstützern und Förderern sorgt dafür, dass das Festival auch in Zukunft ein Highlight im Kulturkalender bleibt.