Heute ist der 26.05.2026 und wir werfen einen Blick auf ein spannendes Programm, das Frauen in Schleswig-Holstein einen echten Schub geben soll. Die Bewerbung für die nächste Runde von „WIDA – Women in Digital Areas“ ist bis zum 21. Juni möglich. Egal, ob du eine erfahrene Digitalexpertin oder einfach nur neugierig bist – hier ist jede Frau herzlich eingeladen, sich zu bewerben. Und das Beste: Das Programm ist kostenlos!
WIDA bietet praxisnahe Workshops, Fachvorträge und inspirierende Keynotes von Expertinnen und Unternehmerinnen, die ihren Weg in der Digitalbranche gemacht haben. Ein wichtiges Ziel ist es, die Frauenquote in diesem Bereich zu steigern, denn aktuell sind nur 17% der digitalen Spezialisten in Deutschland weiblich. Das Programm dauert anderthalb Jahre und beginnt im September 2026.
Ein Netzwerk von Unterstützung
Die Teilnehmerinnen werden von Patinnen und Paten aus schleswig-holsteinischen Unternehmen begleitet. Monatliche Veranstaltungen sollen nicht nur fachliches Wissen vermitteln, sondern auch das Selbstvertrauen stärken und beruflichen Erfolg fördern. Minister Dirk Schrödter hebt die Bedeutung solcher Digitalisierungsprojekte, insbesondere in ländlichen Regionen Schleswig-Holsteins, hervor. Hier wird klar, dass die Digitalisierung nicht nur in den großen Städten stattfindet, sondern auch das Potenzial hat, die ländlichen Gebiete zu beleben.
Und während wir bei der Digitalisierung sind, lohnt sich ein Blick auf die Gebr. Friedrich Werft in Kiel-Friedrichsort. Diese Traditionswerft vereint Vergangenheit und Zukunft auf faszinierende Weise. Aktuelle Geschäftsführerin Kati Birr führt das Unternehmen mit einer starken Verbundenheit zum Standort und einer Geschichte, die über Generationen in weiblicher Nachfolge weitergegeben wurde. Hier arbeiten rund 230 Mitarbeitende – viele davon Familienmitglieder mit Betriebszugehörigkeiten von bis zu 50 Jahren. Das ist schon außergewöhnlich, oder?
Innovative Ansätze in der Werft
Besonders spannend ist die Spezialisierung der Werft auf Obsoleszenzmanagement, wo nicht mehr verfügbare Bauteile und Geräte nachgebaut werden. Mit modernster Technologie, wie 3D-Scanning und -Druck, setzen sie Maßstäbe in der maritimen Branche. Und das Wave Lab? Dort werden autonome Systeme getestet, um dem Fachkräftemangel in der maritimen Industrie entgegenzuwirken. Ein echter Vorreiter in Sachen Digitalisierung und Zukunftstechnologien!
Apropos Digitalisierung: Das Forschungsprojekt FEMDIGIRURAL untersucht, wie neue Technologien die Jobsituation von Frauen im ländlichen Raum beeinflussen. Gefördert vom BMEL über das Bundesprogramm Ländliche Entwicklung, werden hier wichtige Erkenntnisse gewonnen. In fünf Landkreisen und Branchen wurden Erhebungen durchgeführt, um die Forschungslücke zur Digitalisierung und dem Erwerbsstatus von Frauen zu schließen. Die Ergebnisse zeigen, dass Frauen im ländlichen Raum das Potenzial der Digitalisierung für ihre Erwerbstätigkeit und die bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie erkennen.
Die Herausforderung bleibt jedoch, dass Technologien von „Arbeiten 4.0“ nur selten genutzt werden. Viele Frauen sehen die Digitalisierung nicht unbedingt als Sprungbrett für mehr Einkommen oder beruflichen Aufstieg. Hier sind Handlungsempfehlungen gefragt, um die Erwerbschancen von Frauen zu verbessern und ihnen neue Möglichkeiten zu eröffnen.
Das alles zeigt, dass es in Schleswig-Holstein viel Bewegung gibt – sowohl in der Digitalbranche als auch in der Werftindustrie. Die Zukunft sieht spannend aus, und die Initiative WIDA könnte ein wichtiger Baustein sein, um Frauen in diesen Bereichen zu fördern. Und wer weiß, vielleicht ist die nächste digitale Expertin oder Unternehmerin schon dabei, ihren Weg zu bahnen!