Heute ist der 24.05.2026, und der Handball hat uns wieder einmal in seinen Bann gezogen. Die SG Flensburg-Handewitt, unser Stolz aus Flensburg und Handewitt, hat am vergangenen Wochenende eine bittere Niederlage gegen den TVB Stuttgart hinnehmen müssen. Mit einem Endstand von 33:37 (16:19) mussten die Jungs um Kapitän Johannes Golla den Platz als Verlierer verlassen. Es war ein Spiel, das auf vielerlei Weise frustrierend war, vor allem, weil es nur drei Tage nach einer Last-Second-Niederlage in Magdeburg stattfand. Da kann man schon mal ins Grübeln kommen, was da gerade schief läuft.

Die Flensburger stehen nun mit 49:15 Punkten auf dem dritten Tabellenplatz der Handball-Bundesliga. Ein Blick auf die Tabelle zeigt, dass die Füchse Berlin mit 49:13 Punkten und einem Spiel weniger direkt hinter ihnen sind. Ein Platz in der Champions League ist das Ziel, aber nur die ersten beiden Plätze berechtigen zur Teilnahme. Die nächsten Spiele werden also entscheidend sein, vor allem das Duell gegen die Füchse Berlin am letzten Spieltag und das bevorstehende Match gegen ThSV Eisenach am 4. Juni.

Eine durchwachsene Leistung in Stuttgart

Im Spiel gegen Stuttgart war es vor allem die Deckung, die nicht so recht greifen wollte. Lenny Rubin eröffnete die Partie für den TVB, und während sich Flensburg zunächst zurückkämpfte – Johannes Golla brachte sie in der elften Minute auf 6:7 heran – war die Halbzeit mit einem Rückstand von 16:19 alles andere als optimal. Emil Jakobsen sorgte nach der Pause zwar für den Ausgleich und brachte die SG sogar mit 26:25 in Führung, doch die Freude währte nicht lange. In der Schlussphase zog Stuttgart auf 33:28 davon, und die Flensburger unterliefen zahlreiche technische Fehler, während die Torhüterleistungen eher schwach blieben. Marko Grgic war mit sieben Treffern der erfolgreichste Torschütze des Spiels, aber das reichte nicht.

Die Zuschauerzahl von 5.044 in der Porsche-Arena zeigt, dass die Fans trotz der Niederlage hinter ihrer Mannschaft stehen. Die Flensburger Fangemeinde, die sich auch in den vier offiziellen Fanclubs, darunter die „Hölle Nord“, organisiert, bleibt loyal. Für viele ist Handball nicht nur ein Sport, sondern eine Leidenschaft, die das Herz höher schlagen lässt.

Ein Blick in die Vergangenheit

Die SG Flensburg-Handewitt hat sich in den letzten Jahrzehnten einen Namen gemacht. Gegründet 1990 durch die Fusion der Handballabteilungen von TSB Flensburg und Handewitter SV, startete der Verein in der zweiten Liga, bevor er 1992 in die Bundesliga aufstieg. Ein echter Meilenstein war der Gewinn der EHF Champions League 2014, als sie im Finale ihren Erzrivalen THW Kiel besiegten. Diese Erfolge sind das Ergebnis harter Arbeit und strategischer Entscheidungen, wie die Verpflichtung von Ljubomir Vranjes als Trainer, der das Team 2014 zum Champions-League-Sieg führte, und Maik Machulla, der von 2017 bis 2023 die Geschicke der Mannschaft lenkte.

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Die Flens-Arena, die 2001 eröffnet wurde und 2023 die Namensrechte frei gab, ist der Ort, an dem die Flensburger ihre Heimspiele austragen. Die Atmosphäre dort ist einzigartig, und die Fans tragen maßgeblich dazu bei, dass sich die Spieler wie in einem Hexenkessel fühlen. Die Erfolge in der Bundesliga und die zahlreichen Erfolge im DHB-Pokal, wo Flensburg zwischen 2003 und 2005 dreimal hintereinander gewann, sind Belege für die Stärke des Vereins.

In dieser Saison unter Nicolej Krickau hat die SG Flensburg-Handewitt die Qualifikation für die EHF Champions League verpasst, aber dennoch die EHF European League gewonnen. Ein Lichtblick in einer durchwachsenen Zeit. Die Fans hoffen, dass sich die Mannschaft in den kommenden Spielen wieder fängt und die verlorenen Punkte aufholen kann. Nach dem kommenden Wochenende, in dem die Bundesliga pausiert, steht das Final Four der European League an. Hier haben die Flensburger die Chance, den Titel-Triple zu erringen, was die Stimmung erheblich heben würde.