Heute ist der 27.04.2026. In Schleswig-Holstein spielt die Feuerwehr eine unverzichtbare Rolle für die Sicherheit und den Zusammenhalt der Gemeinschaft. Ministerpräsident Daniel Günther zeigte bei der Jahreshauptversammlung des Landesfeuerwehrverbands in Neumünster großen Respekt für die rund 50.000 freiwilligen Feuerwehrfrauen und -männer, die sich unermüdlich ehrenamtlich engagieren. „Ihr Einsatz ist nicht nur eine Frage des Mutes, sondern auch der Menschlichkeit“, so Günther. Er betonte, wie wichtig die Feuerwehren für die Sicherheit der Bürger sind und dankte den Familien sowie den Arbeitgebern, die die Feuerwehrleute unterstützen, damit diese ihre wertvolle Arbeit leisten können.

Der Landesfeuerwehrverband ist die starke Stimme der freiwilligen Feuerwehrleute, die aktiv die Interessen ihrer Mitglieder vertritt und den Dialog mit Politik und Wirtschaft pflegt. Innenministerin Magdalena Finke hob die essentielle Bedeutung der Zusammenarbeit im Bevölkerungsschutz hervor und verwies auf die Informationskampagne „kommklar_sh“, die den Bürgern Selbstvorsorge für den Ernstfall näherbringen soll.

Die Aufgaben und Herausforderungen der Feuerwehren

Die Feuerwehr in Schleswig-Holstein hat vielfältige Aufgaben. Sie bekämpft Brände, schützt vor Brandschäden, leistet technische Hilfe und wirkt aktiv im Katastrophenschutz mit. Zudem ist die Freiwillige Feuerwehr ein wichtiger Bestandteil des bürgerschaftlichen Engagements in über 1100 Gemeinden. Trotz der Herausforderungen, die mit einem rückläufigen Interesse an freiwilligen Einsätzen einhergehen, bleibt der Einsatz der Feuerwehrleute unverzichtbar. Die gesetzliche Grundlage für ihre Arbeit bildet das Brandschutzgesetz (BrSchG).

Minister Günther wies auch auf die veränderte Sicherheitslage hin, die einen stärkeren Fokus auf den Zivilschutz erfordert. Um die Einsatzführung und die Leitstellenarbeit an die heutige Realität anzupassen, kündigte er eine Novelle des Brandschutzgesetzes an. Diese soll mehr Rechtssicherheit schaffen und die Feuerwehren in ihrer Einsatzfähigkeit weiter stärken. Das Land unterstützt die Feuerwehren bei der Beschaffung von modernen Fahrzeugen, Drohnen und Sirenen und stellt bis 2030 mehr als 23 Millionen Euro für den Ausbau der Sirenen bereit.

Engagement und Ausbildung

Die Ausbildung der Feuerwehrleute erfolgt nach der Feuerwehr-Dienstvorschrift 2, wobei die Landesfeuerwehrschule in Harrislee eine zentrale Rolle spielt. Hier werden umfassende Führungslehrgänge und Ausbildungen angeboten, um die Einsatzkräfte optimal auf ihre Aufgaben vorzubereiten. Über 78.000 Menschen sind in Schleswig-Holstein aktiv in der Feuerwehr tätig, was etwa 2,7 % der Bevölkerung entspricht. Die Zahl der weiblichen Mitglieder in den Freiwilligen Feuerwehren hat sich von 3,6 % im Jahr 2000 auf 10,4 % im Jahr 2021 erhöht, was auf eine positive Entwicklung in der Gleichstellung hinweist.

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Die Alarmierung der Einsatzkräfte erfolgt häufig per Meldeempfänger oder Sirene, wobei die Umstellung auf Digitalfunk den Alarmierungs- und Sprechfunkverkehr weiter verbessern soll. In den vier kreisfreien Städten Kiel, Lübeck, Flensburg und Neumünster sind Berufsfeuerwehren aktiv, während in anderen Regionen die Freiwilligen Feuerwehren das Rückgrat der Feuerwehrarbeit bilden.

Die Feuerwehr ist nicht nur für die Brandbekämpfung zuständig, sondern auch für die technische Hilfeleistung und die Verhütung von Bränden. Diese Vielseitigkeit macht die Feuerwehren zu einem unverzichtbaren Bestandteil der Gesellschaft. Das Feuerwehrmuseum in Norderstedt zeigt zudem die Geschichte der Feuerwehr und bewahrt historische Fahrzeuge und Geräte, die die Entwicklung der Brandbekämpfung verdeutlichen.

Die Arbeit der Feuerwehren in Schleswig-Holstein ist somit nicht nur eine Frage des Einsatzes, sondern auch des Engagements für die Gemeinschaft. Sie sind ein lebendiges Beispiel dafür, wie Zusammenhalt und Unterstützung im Ehrenamt gelebt wird. Mit der fortschreitenden Unterstützung durch das Land und dem unermüdlichen Einsatz der Feuerwehrleute kann man optimistisch in die Zukunft blicken.