Heute ist der 15.05.2026, und die frische Erdbeersaison in Schleswig-Holstein hat offiziell am 7. Mai begonnen. Die Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein und der Hof Soltau haben gemeinsam den Startschuss gegeben. Kammerpräsidentin Ute Volquardsen, die mit einem strahlenden Lächeln der Veranstaltung beiwohnte, hob die Wichtigkeit von vollreifen, regionalen Erdbeeren hervor. Diese kleinen roten Früchtchen sind nicht nur ein Genuss, sondern auch eine wichtige Stütze für unsere heimischen Erzeuger. Wer könnte bei dem Gedanken an selbstgepflückte Erdbeeren nicht ins Schwärmen geraten?

Der Saisonstart liegt in diesem Jahr im langjährigen Durchschnitt – und das, obwohl das Frühjahr uns mit einer recht uneinheitlichen Vegetation überrascht hat. Doch die Bedingungen waren insgesamt günstig: Ein lichtreiches Frühjahr und ausreichend Kältestunden im Winter haben dafür gesorgt, dass die Erdbeeren auf dem Hof Soltau prächtig gedeihen. Dort werden verschiedene frühe und spätere Sorten in geschützten Systemen angebaut. Wer in die Erdbeeren beißt, wird schnell merken, dass diese kleinen Leckerbissen nicht nur süß und saftig sind, sondern auch gesund! Mit etwa 65 mg Vitamin C pro 100 Gramm sind sie eine wahre Vitaminbombe.

Frische aus der Region

Ein Blick auf die Preise: Zu Saisonbeginn liegt der Preis für eine 500-Gramm-Schale Erdbeeren bei etwa 6,00 bis 6,60 Euro. Ein fairer Preis, wenn man bedenkt, wie viel Handarbeit in der Ernte steckt. Jeden Morgen, bei noch frischem Morgentau, werden die Erdbeeren von Hand geerntet, um den optimalen Reifegrad und den besten Geschmack zu gewährleisten. Das ist schon fast eine Kunst für sich! Und es gibt sie nicht nur im Hofladen – die meisten Betriebe setzen auch auf Direktvermarktung über Verkaufsstände. So kommt die Frucht frisch auf den Tisch. In Schleswig-Holstein gibt es rund 50 Selbstpflückfelder, die es den Verbrauchern ermöglichen, selbst Hand anzulegen und die süßen Früchte direkt zu ernten.

Doch nicht nur die Preise sind ein Thema. Die wirtschaftliche Situation für die Betriebe ist angespannt. Steigende Kosten für Energie, Arbeitskräfte und Betriebsmittel belasten die Erzeuger. Außerdem hat sich der Strukturwandel im Erdbeeranbau bemerkbar gemacht. Die Erntemengen schwanken stärker, was die Qualität und Vermarktung umso wichtiger macht. Im Jahr 2025 wurden in Deutschland rund 75.500 Tonnen Erdbeeren geerntet, aber die Anbaufläche ist insgesamt zurückgegangen. Gleichzeitig hat sich der geschützte Anbau auf etwa 2.000 Hektar ausgeweitet. Das zeigt: Es tut sich was im Erdbeerland!

Der Geschmack von Heimat

Auf dem Hof Soltau werden Erdbeeren auf insgesamt 9 Hektar angebaut, aber der Betrieb hat noch mehr zu bieten: 18 Hektar Spargel, 3 Hektar Blaubeeren und 1 Hektar Himbeeren. Die Erdbeeren wachsen auf 2 Hektar im Folientunnel, 1 Hektar unter einem Regendach und 6 Hektar im Freiland. Die Saison 2026 hat also unter sehr guten Voraussetzungen begonnen. Doch wie immer hängt alles vom Witterungsverlauf in den kommenden Wochen ab. Wer weiß, vielleicht kommt noch ein kurzer Schauer oder ein unerwarteter Frost vorbei?

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Und während wir auf die nächsten sonnigen Tage hoffen, können wir uns auf die köstlichen Erdbeeren freuen, die uns in den nächsten Wochen erwarten. Der Pro-Kopf-Verbrauch in Deutschland liegt bei etwa drei Kilogramm jährlich, wobei wir einen Selbstversorgungsgrad von etwa 50 Prozent erreichen. Es gibt über 1.000 Sorten weltweit – und obwohl Erdbeeren botanisch gesehen Sammelnussfrüchte und keine echten Beeren sind, bleibt ihr Geschmack unübertroffen. Das ist Heimat, das ist Genuss!