In einem kleinen, aber bedeutenden Einsatz haben freiwillige Helfer der Jungwildrettung ESK in Elmshorn fünf Rehkitze gerettet. Das Besondere daran? Diese Rettung geschah mithilfe von Drohnen – ein modernes Mittel, das sich als äußerst effektiv im Kampf gegen den gefürchteten Mähtod erweist. Rehkitze, die noch keinen ausgeprägten Fluchtinstinkt besitzen, sind besonders gefährdet, wenn sie sich in hohem Gras verstecken. Ihre schüchterne Art, sich bei Gefahr reglos zu verhalten, macht sie für Mähmaschinen fast unsichtbar. Da muss man echt aufpassen!
Bei diesen Rettungsaktionen ist es entscheidend, möglichst wenig Geruch zu hinterlassen. Andernfalls könnte es passieren, dass die Mütter ihre Jungen abstoßen – ein weiteres Risiko, das es zu vermeiden gilt. Die Helfer wissen genau, wie wichtig jede Kleinigkeit ist, um das Leben dieser kleinen Geschöpfe zu schützen. Ehrlich gesagt, es ist bewundernswert, wie viel Herzblut und Engagement in solche Einsätze gesteckt wird.
Technologie für den guten Zweck
Die Verwendung von Drohnen hat sich in den letzten Jahren als ein großer Fortschritt in der Wildtierrettung herausgestellt. Dieses Jahr, 2024, hat das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) das Förderprogramm für Drohnentechnik zur Wildtierrettung fortgeführt. Mit einem Gesamtvolumen von 1,84 Millionen Euro werden 483 neue Drohnen gefördert. Seit dem Start des Programms im Jahr 2021 sind bereits 2.446 Drohnen in den Dienst der Wildtierrettung getreten. Das ist schon eine Hausnummer!
Bundesminister Cem Özdemir hebt die Bedeutung dieser Technik für den Schutz von Wildtieren wie Rehkitzen, Hasen und brütenden Vögeln hervor. Besonders im Frühjahr, wenn Mäharbeiten anstehen, sind die kleinen Tiere in Gefahr. Es ist einfach tragisch, wie viele Tiere durch das unachtsame Mähen ihr Leben verlieren. Drohnen mit Wärmebildtechnik gelten als effektive und zeitsparende Methode zur Wildtierrettung und stellen damit eine echte Alternative zu bisherigen Verfahren dar.
Ein Blick in die Zukunft
Es gibt jedoch auch Herausforderungen. Der flächendeckende Einsatz von Drohnen wird durch hohe Kosten eingeschränkt. Dennoch ist es ein Lichtblick, dass das BMEL die Anschaffung von Drohnen zur Rehkitzrettung bereits im vierten Jahr unterstützt. Wer mehr über dieses spannende Thema erfahren will, findet weitere Informationen auf der Webseite der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung. Es bleibt zu hoffen, dass solche Initiativen auch in Zukunft fortgeführt werden, um unseren kleinen Freunden im Wald zu helfen!