In Elmshorn wird es gerade ganz schön eng – und das nicht nur für die Menschen. Das Tierheim hat massive finanzielle Probleme und ruft eindringlich zu Spenden auf. Man hört es ja nicht selten, dass Tierheime kämpfen müssen, aber die Lage hier ist wirklich ernst. Im schlimmsten Fall könnte das Heim schon im Juli 2026 schließen! Dabei werden hier jährlich rund 800 Tiere betreut – von Hunden über Katzen bis hin zu Kleintieren. Was wäre das für ein Verlust für die Tiere und die Gemeinde?
Die Hauptursachen für die Geldnöte sind vielfältig. Es steigt alles: Personal-, Energie- und Tierarztkosten. Die Fundtierpauschale von nur 0,65 Euro pro Einwohner bringt bei 350.000 Bürgern gerade mal etwa 227.000 Euro pro Jahr. Eine fachliche Empfehlung sieht hier jedoch 3,00 Euro pro Kopf vor, was die Einnahmen auf über eine Million Euro jährlich heben würde. Ein gewaltiger Unterschied! Auch andere Tierheime in Schleswig-Holstein haben mit ähnlichen Schwierigkeiten zu kämpfen – ein Problem, das weit über Elmshorn hinausgeht.
Tierschutz im Fokus
Im Elmshorner Tierheim sind die Kapazitäten für Katzen fast erschöpft. Mit 80 Plätzen im Katzenhaus leben aktuell 77 Katzen und 25 Kitten darin, und die nächste Welle von kleinen Kätzchen steht vor der Tür. Das wird spannend, denn das Tierheim muss auch Plätze für verletzte Tiere freihalten. Besitzer, die ihre Katzen abgeben möchten, werden mittlerweile an Katzenpensionen verwiesen. Das ist alles andere als ideal, aber die Situation ist einfach angespannt. Ab September wird man sogar zwei von drei Katzenstationen schließen müssen, um die restlichen Katzenzimmer zu modernisieren.
Übrigens, die Zahl der Fundkatzen ist seit der Corona-Pandemie stark gestiegen, da viele Tiere nicht kastriert wurden. Es sind nicht nur Streuner, sondern auch viele trächtige Tiere und sogar Rassekatzen, die im Tierheim Schutz suchen. Das Tierheim hat in der Vergangenheit auch zwei Nacktkatzen aufgenommen – die hätten in der freien Wildbahn keine Chance. Das ist einfach herzzerreißend!
Die Zukunft des Tierheims
Das Tierheim beschäftigt 16 Mitarbeiter, die sich acht Vollzeitstellen teilen. Die Verwaltung ist ein Drahtseilakt, denn die Unterbringungskosten für einen Hund belaufen sich auf etwa 15 Euro pro Tag. Das ergibt monatlich rund 450 Euro – ein gewaltiger Betrag. Trotz aller Schwierigkeiten führt das Tierheim Gespräche mit den Kommunen, um die Fundtierpauschale zu erhöhen. Einige Gemeinden, wie Uetersen, denken bereits darüber nach, die Pauschale in diesem Jahr auf 1,50 Euro und im nächsten Jahr sogar auf 2,50 Euro anzuheben.
Würde das Tierheim tatsächlich schließen müssen, hätte das nicht nur für die Tiere, sondern auch für die Kommunen und andere Einrichtungen schwerwiegende Folgen. Das ganze System wäre in Gefahr! Umso wichtiger sind die Spendenaktionen, die das Tierheim ins Leben gerufen hat. Außerdem gibt es Übergangskredite, und in Uetersen können die Menschen sogar zeitweise auf die Hundesteuer verzichten, wenn sie einen Hund aus dem Elmshorner Tierheim adoptieren. Das sind kleine Lichtblicke in einer ansonsten düsteren Lage.
Wer ein vermisstes Haustier findet oder abgeben möchte, sollte sich an die zuständigen Stellen wie die Polizei oder örtliche Tierheime wenden. Es gibt klare Regeln, wie mit Fundtieren umgegangen werden muss. Eine Meldung ist nötig, damit die Tiere sicher zu ihren Haltern zurückfinden. Ein großer Teil der Verantwortung liegt auch bei den Bürgern, die ihre Haustiere registrieren und kennzeichnen sollten; ein Vorschlag für eine Katzenschutzverordnung wird dazu diskutiert.
Das Tierheim Elmshorn braucht dringend Unterstützung – sei es durch Spenden, durch Adoptionen oder einfach durch das Teilen der Botschaft. Es ist an uns allen, dafür zu sorgen, dass diese wichtige Institution weiterhin für unsere Tiere da sein kann!