Am heutigen Donnerstag, den 19. Mai 2026, wird die Luft in Wolfsburg elektrisiert sein. Um 20.30 Uhr steht das Hinspiel der Relegation auf dem Programm: Der VfL Wolfsburg trifft auf den SC Paderborn. Der Druck könnte kaum größer sein, denn es geht um den Verbleib in der Bundesliga. Die Wölfe haben sich diesen Platz durch einen 3:1-Sieg gegen den FC St. Pauli am letzten Spieltag der regulären Bundesliga gesichert, während Paderborn in der 2. Liga mit einem 2:0-Sieg gegen Darmstadt den dritten Rang einnahm. Ein spannender Schlagabtausch ist also vorprogrammiert!
Wolfsburg hat in dieser Saison insgesamt 45 Tore erzielt, was Platz 10 in der Bundesliga bedeutet. Aber – und das ist der Haken – sie haben auch die zweithöchste Anzahl an Gegentoren kassiert, nämlich satte 69. Die Defensive ist nicht gerade ihr stärkster Punkt, auch wenn Trainer Dieter Hecking seit seiner Übernahme im März versucht, die Mannschaft wieder auf Kurs zu bringen. Nach einer Negativserie von 12 Spielen ohne Sieg hat Wolfsburg immerhin in den letzten fünf Partien 8 Punkte geholt und nur gegen die Bayern verloren.
Starke Angreifer treffen auf schwache Defensive
Der SC Paderborn kommt mit einer bemerkenswerten Offensive ins Spiel. Sie haben in der 2. Liga die zweitmeisten Angriffe (43,97 pro Spiel) und die meisten Angriffe mit Abschluss (13,74 im Schnitt). Trainer Ralf Kettemann hat eine strukturierte, aktive Mannschaft aufgebaut, die durch Filip Bilbija, ihren Topscorer mit 15 Toren und 3 Vorlagen, angeführt wird. Doch auch Paderborn hat seine Schwächen: Die Defensive – insbesondere bei Ballverlusten – lässt oft zu wünschen übrig.
Auf der anderen Seite wird Christian Eriksen von den Wölfen als Schlüsselspieler hervorgehoben. In den letzten fünf Spielen hat er fünf Vorlagen geliefert. Ob das ausreicht, um Paderborn die Grenzen aufzuzeigen? Die Relegation hat bereits viele Überraschungen gebracht, und die Bundesligisten haben in den letzten sechs Jahren stets triumphiert. Ein gutes Omen für Wolfsburg, könnte man meinen.
Der Modus der Relegation
Die Relegation selbst ist ein spannendes Duell: Der Tabellen-16. der Bundesliga spielt gegen den Dritten der 2. Liga in einem Hin- und Rückspiel. Dabei zählt kein Auswärtstor mehr, und im Falle eines Gleichstands nach der regulären Spielzeit geht es in die Verlängerung und möglicherweise ins Elfmeterschießen. Die Technik wird nicht vernachlässigt – sowohl der Video-Assistent als auch die Torlinientechnologie sind im Einsatz.
Das Rückspiel findet am Montag ebenfalls um 20.30 Uhr in Paderborn statt. Die Wölfe haben also die Chance, sich im heimischen Stadion eine gute Ausgangsposition zu verschaffen. Aber wie so oft im Fußball: Nichts ist sicher. Es bleibt abzuwarten, ob Wolfsburg die Defensive stabilisieren kann und ob Paderborn seine Offensivstärke ausspielen kann. Die Relegation ist ein wahrer Nervenkitzel und verspricht Dramatik bis zur letzten Sekunde.