Heute ist der 25.05.2026 und in Wilhelmshaven wird es wieder einmal turbulent. Die Fedderwarder Landstraße, die erst im November 2025 nach einem Jahr voller Sanierungsarbeiten an den Trinkwassertransportleitungen wieder freigegeben wurde, steht erneut im Fokus der Bauarbeiten. Was ist passiert? Ein neuer Schaden an einer der beiden Hauptversorgungsleitungen wurde entdeckt, und das nicht ohne Vorgeschichte.
Der Albtraum für viele Anwohner begann im August 2024, als ein massiver Rohrbruch in dem schon über 100 Jahre alten Leitungssystem für ordentlich Aufruhr sorgte. Über 47.000 Haushalte in Wilhelmshaven waren ohne Trinkwasser. Damals mussten die Teams von tbd, die in Zusammenarbeit mit der GEW, Ludwig Freytag und Buhr aus Jever arbeiteten, unter extremen Bedingungen – hohe Temperaturen, Gewitter und kreuzende Leitungen – alles geben, um die Wasserversorgung schnellstmöglich wiederherzustellen. Ich kann mir nur vorstellen, wie die Arbeiter geschwitzt haben, während sie an einem der heißesten Tage des Jahres mitten im Chaos agierten.
Die neue Baustelle
Jetzt, wo die Erinnerungen an die letzten Arbeiten vielleicht langsam verblassen, steht uns bereits die nächste Baustelle bevor. Am Dienstag, dem 26. Mai, wird die Schadstelle zwischen dem Restaurant Antonslust und der Langewerther Landstraße freigelegt. Hier hofft die GEW, den Schaden durch den Austausch eines circa fünf Meter langen Leitungsstücks beheben zu können. Die Baustelle wird halbseitig gesperrt, was, wie es immer so ist, zu Verkehrsbehinderungen führen wird. Aber hey, das Restaurant Antonslust bleibt erreichbar – ein kleiner Lichtblick in der Misere!
Wie es aussieht, wird alles daran gesetzt, die Trinkwasserversorgung in Wilhelmshaven während der Arbeiten zu sichern. Die GEW hat in der Vergangenheit bewiesen, dass sie in Krisenzeiten schnell reagieren kann. Und seien wir ehrlich, wir alle wissen, wie wichtig Wasser ist – nicht nur zum Trinken, sondern auch für die tägliche Hygiene und das Wohlbefinden.
Ein Blick zurück
Weg von der Baustelle und hin zu den Herausforderungen, die diese Stadt in den letzten Jahren durchgestanden hat. Die Schäden an den Transportleitungen sind nicht nur technischer Natur, sie haben auch Auswirkungen auf das Leben der Menschen hier. Die Überflutungen in Schortens-Accum, die Straßen und Grundstücke verwüsteten, sind ein weiterer Beweis dafür, wie fragil unsere Infrastruktur sein kann. Manchmal muss man sich wirklich fragen, wie lange es dauert, bis wir uns endlich um das kümmern, was wir als selbstverständlich erachten.
Die Zusammenarbeit der verschiedenen Teams – von der GEW über tbd bis hin zu den Bauunternehmen – hat in Krisenzeiten gezeigt, dass wir gemeinsam viel erreichen können. Auch wenn die Bedingungen nicht immer optimal sind, geht es voran. Ein Flintstein, der gegen die geborstene Leitung drückte und erst zerkleinert werden musste, ist nur ein Beispiel für die Herausforderungen, die es zu bewältigen gilt. Und dennoch – die erfolgreiche Montage des Ersatzrohrs trotz all dieser Umstände ist wirklich bemerkenswert!