Am Pfingstsonntag, dem 25. Mai 2026, passierte in Wilhelmshaven ein Vorfall, der nicht nur die Polizei, sondern auch zahlreiche Fußgänger in Aufregung versetzte. Ein E-Scooter-Fahrer war mit einer rasanten Geschwindigkeit von etwa 70 km/h auf der Grenzstraße unterwegs. Die Polizei wollte den Fahrer gegen 10:00 Uhr kontrollieren, doch der hatte andere Pläne. Anstatt zu bremsen, gab er richtig Gas und flüchtete in den nahegelegenen Kurpark. Im Eiltempo mussten mehrere Passanten zur Seite springen, um einem Zusammenstoß zu entkommen. Der Fahrer, der offensichtlich kein vorgeschriebenes Kennzeichen an seinem E-Scooter hatte, entkam unerkannt und hinterließ ein aufgewühltes Polizeiteam. Jetzt ermittelt die Polizei und hat ein Strafverfahren eingeleitet. Zeugen und gefährdete Fußgänger werden gebeten, sich zu melden.
Es ist schon erstaunlich, was für verrückte Szenen sich manchmal im Straßenverkehr abspielen. Man stelle sich vor: Da radelt man gemütlich im Kurpark, und plötzlich blitzt einem ein E-Scooter mit 70 km/h um die Ohren! In einer anderen Stadt, Bad Abbach, ereignete sich am 7. März 2026 ein ähnlicher Vorfall. Ein 13-Jähriger hatte sich auch mit einem E-Scooter eine Verfolgungsjagd mit der Polizei geliefert. Die Beamten wollten den Jungen gegen 20:20 Uhr auf der Inselstraße anhalten, doch der setzte alles auf eine Karte und beschleunigte stark, schneller als erlaubt. Er versuchte, auf einen Feldweg zu flüchten, was allerdings nicht von Erfolg gekrönt war. Bei der Kontrolle stellte sich heraus, dass die Versicherungs-Plakette des E-Scooters zu einem anderen Fahrzeug gehörte und der Roller keinen gültigen Versicherungsschutz hatte. Der Junge war zudem erst 13 Jahre alt – für E-Scooter braucht man mindestens 14 Jahre, und eine Fahrerlaubnis hatte er auch nicht.
Die traurige Realität der E-Scooter-Unfälle
Die Vorfälle in Wilhelmshaven und Bad Abbach sind in der Tat kein Einzelfall. Im Jahr 2024 gab es in Deutschland insgesamt 11.944 E-Scooter-Unfälle mit Personenschaden. Das sind über 26 % mehr als im Jahr zuvor! Besonders alarmierend: 27 Menschen verloren dabei ihr Leben, und 1.513 wurden schwer verletzt. Statistiken zeigen, dass 83,9 % der Verunglückten selbst E-Scooter-Fahrer waren. Und unter den Toten waren alle 27 E-Scooter-Fahrer. Das lässt einen schon ins Grübeln kommen. Wer denkt, dass man mit einem E-Scooter einfach nur Spaß haben kann, der sollte sich auch der Risiken bewusst sein.
Die häufigsten Unfallursachen sind falsche Straßenbenutzung, Fahren unter Alkoholeinfluss und nicht angepasste Geschwindigkeit. In Städten mit mehr als 100.000 Einwohnern geschehen über die Hälfte der Unfälle. Das zeigt, dass die Sicherheit im Straßenverkehr für E-Scooter-Fahrer und andere Verkehrsteilnehmer unbedingt verbessert werden muss. E-Scooter sind seit dem 15. Juni 2019 im Straßenverkehr in Deutschland zugelassen, und es gibt klare Regeln: Fahrer müssen mindestens 14 Jahre alt sein und unterliegen einer 0,5-Promille-Grenze für Alkohol. Doch wie wir sehen, wird das nicht immer beachtet.
Die Situation ist also vielschichtig. Man kann nur hoffen, dass die Polizei durch solche Vorfälle auf die Gefahren aufmerksam macht und die Menschen dazu bringt, sicherer zu fahren. Denn am Ende sind wir alle auf den Straßen unterwegs – egal ob mit dem Auto, dem Rad oder dem E-Scooter. Vielleicht gibt es ja irgendwann einen Weg, wie man all diese Verkehrsteilnehmer sicherer zusammenbringt. Bis dahin bleibt es spannend und auch ein wenig beunruhigend, was sich auf unseren Straßen abspielt.