Wilhelmshaven, ein Ort, der für seine maritime Tradition bekannt ist, hat einen neuen Leiter für das Familienbetreuungszentrum (FBZ) der Bundeswehr. Seit Herbst 2025 führt Oberstabsbootsmann Rudolf „Rudi“ May das Team, das aus vier hauptamtlichen und elf ehrenamtlichen Mitarbeitern besteht. Diese engagierte Truppe hat sich zum Ziel gesetzt, Angehörige von Soldaten im Einsatz zu unterstützen. Ein wichtiges Anliegen, denn das Leben der Familien kann während der Abwesenheit eines geliebten Menschen ganz schön herausfordernd sein.
Rudi May hat selbst 20 Jahre zur See gefahren, zuletzt als Schiffswachtmeister auf der „Sachsen“. Man könnte sagen, das Meer und die Marine liegen ihm im Blut. Nun hat er jedoch den Schritt an Land gewagt. Der Grund? Seine Partnerin wird einen längeren Lehrgang besuchen, und er möchte mehr Zeit mit seinem Sohn verbringen. Ein verständlicher Wunsch, der sicherlich viele Väter und Mütter nachvollziehen können.
Ein Ort der Unterstützung und Gemeinschaft
Das FBZ ist eine unverzichtbare Anlaufstelle für Angehörige während der Einsätze von Schiffen. Deutschlandweit gibt es mittlerweile 32 Familienbetreuungszentren, die rund um die Uhr über eine kostenfreie Hotline erreichbar sind. Hier wird nicht nur bei großen Sorgen geholfen, sondern auch bei kleinen Alltagsproblemen. Es ist wie ein großes Netzwerk der Hilfe, das den Familien zur Seite steht. Rudi May betont, wie wichtig es ist, dass sich Familien vor Einsätzen anmelden, um die bestmögliche Unterstützung zu erhalten.
Und das FBZ bietet auch einige nette Aktionen, um den Familien etwas Freude zu bereiten. Zum Beispiel stehen beim Auslaufen und der Heimkehr der Schiffe heiße Getränke, Würstchen und Trost-Teddys bereit. So etwas gibt es nicht überall – ein kleines, aber feines Detail, das zeigt, dass hier an die Menschen gedacht wird. Apropos Heimkehr: Die nächste Rückkehr der „Nordrhein-Westfalen“ wird für Anfang Juli erwartet, und die Vorfreude ist sicherlich groß!
Besonders erfreulich ist auch der Besuch von Elke Büdenbender, der neuen Schirmherrin der Familienbetreuungsorganisation der Bundeswehr, am 23. August 2024. Sie wollte sich über die Bedeutung des FBZ informieren und würdigte die Arbeit des Zentrums. Ein kleiner Lichtblick in einem oft tristen Alltag, denn die Unterstützung durch diese Organisation ist für viele Familien von enormer Wichtigkeit. Sie bringt Menschen zusammen und schafft ein Gefühl von Gemeinschaft, während die Soldaten im Einsatz sind.
Ein Blick auf die Zukunft
Die Bedeutung des FBZ wird auch durch die Worte von Elke Büdenbender unterstrichen, die nach ihrem Besuch auf die Fregatte „Hessen“ weitergezogen ist. Dort erhielt sie spannende Einblicke in den Einsatz im Roten Meer und wurde Zeugin des Engagements, das die Soldaten täglich zeigen. Es ist nicht nur ein Job, es ist eine Lebensaufgabe, die oft mit großen Entbehrungen verbunden ist.
Mit über 30 hauptamtlichen und rund 50 nebenamtlichen Familienbetreuungsstellen ist die Bundeswehr gut aufgestellt, um den Angehörigen in schwierigen Zeiten zur Seite zu stehen. Es ist eine große Verantwortung, die sowohl Freude als auch Herausforderungen mit sich bringt. Rudi May und sein Team sind bereit, diese Verantwortung zu tragen und das FBZ zu einem Ort des Trostes und der Hoffnung zu machen.
Wie sich die Dinge entwickeln werden? Das bleibt abzuwarten. Aber eines ist sicher: Das Engagement der Menschen hier in Wilhelmshaven wird weiterhin für viele Familien von unschätzbarem Wert sein, und die Verbindung zwischen den Soldaten und ihren Familien bleibt auf jeden Fall bestehen – auch wenn die See manchmal rau ist.