Gestern war ein bedeutender Tag für Wilhelmshaven – der Durchbau der Havermonikenstraße wurde feierlich freigegeben. Und das nicht irgendwie, sondern am Tag der Städtebauförderung, der einen Blick auf 25 Jahre Sanierung in der Westlichen Südstadt erlaubte. Ein Vierteljahrhundert, kann man sich das vorstellen? Oberbürgermeister Carsten Feist war sichtlich stolz, als er die gesteigerte Lebens-, Wohn- und Aufenthaltsqualität in der Südstadt lobte. „Das Gebiet hat sich wirklich verändert“, meinte er und strahlte dabei. Es war nicht einfach nur ein Straßenbau; es war das Ende eines langen Weges, den viele Bürgerinnen und Bürger hautnah miterlebt haben.

Rund 20 Millionen Euro an Förder- und Eigenmitteln wurden seit 2001 in die Aufwertung des Areals zwischen Ems-Jade-Kanal und Bahnlinie investiert. Der Durchbau der Havermonikenstraße stellte die letzte große Sanierungsmaßnahme dar, bevor das Gebiet offiziell als Sanierungsgebiet abgeschlossen wird. Ein Grund zur Freude, könnte man meinen, doch nicht alle Stimmen waren begeistert. Anwohner und der Naturschutzbund (Nabu) äußerten ihre Bedenken. Kritische Töne wurden laut – die neue Straße wurde als unnötig eingestuft. Nabu-Vorsitzende Stefanie Eilers bezeichnete die Maßnahmen sogar als „Steuerverschwendung“ und überreichte Baumsetzlinge, um für mehr Entsiegelung und Klimaschutz zu plädieren.

Ein Blick in die Vergangenheit und die Zukunft

Zur Feier des Tages versammelten sich zahlreiche Bürgerinnen und Bürger, um die Einweihung des neuen Straßenabschnitts zu zelebrieren. Zunächst war die Durchfahrt nur für Fußgänger*innen bis 13 Uhr erlaubt, aber dann – ja dann – konnten auch die Fahrzeuge die neu gestaltete Straße nutzen. Das optische Erscheinungsbild des Gebiets hat sich in den letzten 25 Jahren bemerkenswert verändert. Judith Wilms, die Abteilungsleiterin für Bauleitplanung, betonte die Notwendigkeit der Gemeinschaft, um das Areal lebendig zu halten. „Es geht hier nicht nur um Straßen; es geht um ein Miteinander“, sagte sie. Ein schöner Gedanke, der zum Nachdenken anregt.

Der Tag der Städtebauförderung hat nicht nur die Bedeutung starker Städte und Gemeinden betont, sondern auch die Gemeinschaft ins Rampenlicht gerückt. In Zeiten, in denen Klimaschutz und soziale Integration immer wichtiger werden, sind solche Maßnahmen entscheidend. Städtebauförderung ist mehr als nur ein Schlagwort. Jeder Euro, der hier investiert wird, bringt etwa sieben Euro an weiteren öffentlichen und privaten Investitionen mit sich. Das ist eine Hebelwirkung, die sich sehen lassen kann!

Die offizielle Freigabe um 13 Uhr war für viele ein Moment des Stolzes, doch die gemischten Gefühle über die umstrittenen Entscheidungen bleiben. Es bleibt spannend, wie sich die Südstadt in den kommenden Jahren entwickeln wird. Eines ist sicher: Die Veränderungen sind nicht nur sichtbar, sie betreffen das tägliche Leben der Menschen hier. Und das ist es, was zählt.

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