Wilhelmshaven hat einen Grund zur Freude! Vor kurzem wurde ein ganz besonderes Stück Geschichte im Cinéum ausgestellt – ein Autogramm von Hans Albers, dem legendären Hamburger Schauspieler. Er war 1953 in dieser Stadt und hinterließ eine Widmung, die bis heute die Herzen der Wilhelmshavener erwärmt. „Meinen lieben Wilhelmshavenern und dem Regina-Lichtspielhaus“, schrieb Albers, und genau diese persönliche Botschaft wird jetzt Teil des Rundgangs im Kinotechnikmuseum.

Die Geschichte dieses Autogramms hat etwas von einem Krimi. Jahrzehntelang lag es auf einem Dachboden und wartete darauf, entdeckt zu werden. Es wurde ursprünglich im Regina-Kino hinterlassen, einem beliebten Kino, das in einer Holzbaracke untergebracht war. Bei der Schließung des Kinos im Jahr 1970 kam das Autogramm ans Licht und fand seinen Weg in die Gaststätte „Friesenkate“, wo es bis zur Schließung 1996 ausgestellt war. Danach wanderte es für 30 Jahre auf den Dachboden von Jens Dekena, dem Sohn des Finders. Poppen, ein Kinogänger, stieß durch einen Artikel in der Wilhelmshavener Zeitung auf das Cinéum und wurde neugierig. Als er das Museum gemeinsam mit seiner Frau besuchte, war die Begeisterung groß.

Ein Stück Wilhelmshavener Filmgeschichte

Michael Onnen, der Gründer des Cinéum, kann sich kaum zurückhalten vor Freude über die Schenkung. Es ist nicht nur ein Autogramm, sondern ein Einzelstück mit einer ganz besonderen Geschichte. Die Geschichte von Albers und seinem Besuch in Wilhelmshaven wird nun für die zukünftigen Generationen lebendig gehalten. Poppen hofft, dass sich viele Wilhelmshavener an den großen Schauspieler erinnern können, der eine Ära des deutschen Films geprägt hat.

Hans Albers war nicht nur ein Star, er war auch ein Mensch mit großen Träumen. In einem Brief an den Intendanten Arthur Hellmer erkundigte er sich beispielsweise über die Chancen einer Aufführung von „Des Teufels General“ in Hamburg. Er schilderte seine Unsicherheiten und die Schwierigkeiten, die ihm viele negative Ratschläge einbrachten. Das zeigt, dass selbst die Größten unter uns manchmal mit Ängsten und Zweifeln kämpfen. „Liliom“ war sein Vorschlag als Alternative, ein Stück, das er als kleines Wunder bezeichnete. So viel Herzblut steckt in seinen Überlegungen!

Diese Verbindung von Vergangenheit und Gegenwart, der Zauber von Erinnerungen und die Freude über den Erhalt von Kulturgut – all das macht Wilhelmshaven zu einem besonderen Ort. Während das Autogramm nun im Cinéum ausgestellt ist, bleibt die Frage: Wer wird der nächste große Star sein, der in diese Stadt kommt und vielleicht auch ein kleines Stück seiner Geschichte hinterlässt? Wir dürfen gespannt sein.

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