Am 27. April 2026 hat die Partei „Die Linke“ in Wilhelmshaven ihre Kandidierenden für die Kommunalwahl am 13. September 2026 aufgestellt. In einer gut besuchten Aufstellungsversammlung wurden insgesamt 13 Kandidierende gewählt, die sich in vier Wahlbereiche aufteilen. Dabei stehen die sozialen Themen im Mittelpunkt, die die Partei in den kommenden Monaten verstärkt in den Fokus rücken möchte.
Die Kandidierenden sind: Lars Kuske und Claudia Mertens im Wahlbereich Süd, Wilma Nyari (parteilos), Philip Staiger und Tizia Vedder im Wahlbereich Ost, Anette Kruse-Janßen, Ron-Yves Goldenstein, Sonja Weber und Steffen Uphoff im Wahlbereich West sowie Dominik Thoben, Cornelia Kittlaus und Mara Straßmaier im Wahlbereich Nord. Auffällig ist, dass Francesco Huber und Steffen Uphoff nicht anwesend waren, jedoch bei der Kandidatenauswahl berücksichtigt wurden.
Fokus auf soziale Themen
Der Kreisverband Wilhelmshaven hat einen erfreulichen Mitgliederzuwachs erfahren, was die Aufstellung der Kandidierenden überhaupt erst möglich gemacht hat. Nach der letzten Kommunalwahl 2021, an der „Die Linke“ nicht teilnahm, ist diese Rückkehr umso bedeutsamer. Die Partei plant, zentrale Themen wie bezahlbaren Wohnraum, gerechte Bildungschancen, dezentrale Gesundheitsversorgung und sozialverträgliche Umweltpolitik ins Zentrum ihres Wahlprogramms zu stellen.
Ein besonderes Anliegen ist die Sanierung des Klinikums in Wilhelmshaven, die von Anette Kruse-Janßen vehement gefordert wird, um eine adäquate medizinische Versorgung sicherzustellen. Lars Kuske hebt zudem die Dringlichkeit von Investitionen in marode Straßen und Begegnungsorte hervor, während Philip Staiger die sozialen Ungerechtigkeiten anspricht, die in der Stadt herrschen. Cornelia Kittlaus betont den Neustart, den „Die Linke“ in Wilhelmshaven anstrebt und ruft zur aktiven Unterstützung des Kommunalwahlkampfs auf.
Ein Blick über den Tellerrand
In einem breiteren Kontext wird deutlich, dass ähnliche Herausforderungen auch in anderen Städten bestehen. So fordert die Diplom-Pädagogin und systemische Familientherapeutin Ayse Zora Marie Dalhoff in Frankfurt unter anderem gute Schulen und Kitas, gesundes Essen sowie verlässliche Finanzierung für Jugendhilfe und soziale Träger. Ihre Forderungen nach Chancengleichheit und inklusiven Bildungsangeboten spiegeln die Anliegen wider, die auch in Wilhelmshaven von „Die Linke“ vertreten werden.
Diese Parallelen zeigen, dass die sozialen Themen, die für die Menschen vor Ort von Bedeutung sind, nicht nur lokal, sondern auch überregional diskutiert werden müssen. Mit einem klaren Fokus auf die Bedürfnisse der Bürgerinnen und Bürger möchte „Die Linke“ in Wilhelmshaven wieder einen positiven Einfluss auf die kommunale Politik ausüben und die Lebensqualität in der Stadt nachhaltig verbessern.