Heute ist der 6.06.2026 und wir sind hier in Vechta, wo das Engagement von Frauen in der Kirche gerade eine spannende Wendung nimmt. Anne Krämer, eine wahrlich inspirierende Persönlichkeit, kämpft seit Jahrzehnten für die Rechte und die Sichtbarkeit von Frauen in kirchlichen Ämtern. Aufgewachsen auf einem Bauernhof in Bieste, lebt sie nun seit 43 Jahren mit ihrem Ehemann Josef in Neuenkirchen. Ihre Wurzeln sind stark, und das merkt man in ihrem unermüdlichen Einsatz für die Katholische Frauengemeinschaft (KFD), der sie seit 1985 angehört.

Die KFD Neuenkirchen wurde 1973 gegründet, und Anne hat sich seitdem als Mitglied und Sprecherin – seit nunmehr zehn Jahren – stark gemacht. Ihre Schwester Doris, die erste Vorsitzende der KFD, hat wohl einen bleibenden Eindruck hinterlassen, der in Annes Engagement weiterlebt. Als Mitglied des Leitungsteams seit 1998 übernimmt sie nicht nur liturgische Aufgaben, sondern organisiert auch Gottesdienste und bereitet Treffen mit Bezirksfrauen vor. Es ist beeindruckend, wie viel Herzblut sie in die Gemeinschaft steckt, auch wenn die Mitgliederzahl – aktuell etwa 70 – sinkt und der Altersdurchschnitt ansteigt.

Ein Leben für die Gemeinschaft

Anne ist nicht nur in der KFD aktiv. Sie gehört auch dem Weltgebetstagsteam an, arbeitet eng mit evangelischen Frauen zusammen und organisiert ein abwechslungsreiches Programm, das von gemeinsamen Gottesdiensten über Andachten bis hin zu Spielenachmittagen und Kleidersammlungen für die Malteser-Auslandshilfe reicht. Ihre Veranstaltungen sind immer gut besucht und schaffen eine Atmosphäre, die zum Verweilen einlädt. Wenn sie bei Veranstaltungen die Begrüßung übernimmt, spürt man sofort ihre Leidenschaft und Herzlichkeit. Einfach schön!

Beruflich hat sie als Bankkauffrau in OLB-Filialen gearbeitet, bevor sie sich zunächst um ihre Söhne kümmerte. Doch auch im katholischen Pfarrheim in Neuenkirchen ist sie ehrenamtlich tätig. Ihre Zeit ist also gut gefüllt, und das ist auch gut so! In ihrer Freizeit findet man sie seit 1968 im Gesangverein Cäcilia Bieste, wo sie die Sopran-Stimme verkörpert, oder im TuS Neuenkirchen, wo sie sich in der Frauenfitness- und Pilates-Gruppe engagiert. Klavier spielt sie gerne und die Nordsee ist für sie ein Ort der Erholung und Freude.

Ein starkes Plädoyer für Frauen in der Kirche

Anne Krämer ist nicht nur eine engagierte Frau, sondern auch eine Kämpferin für die Gleichstellung in der Kirche. Ihr Anliegen, mehr Verantwortung für Frauen in der Kirche zu schaffen, ist ein Thema, das in den letzten Jahren immer mehr in den Fokus gerückt ist. Besonders das Diakonat der Frauen steht auf ihrer Agenda. Es ist höchste Zeit, dass Frauen in der Kirche die gleichen Möglichkeiten und Rechte erhalten, wie ihre männlichen Kollegen. Anne setzt sich unermüdlich dafür ein, und wir dürfen gespannt sein, wohin dieser Weg sie und die Gemeinschaft führen wird.

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In Neuenkirchen schätzt sie die gute Nachbarschaft und die vertrauten Gesichter. Es sind diese kleinen Dinge, die das Leben wertvoll machen. Ihr unermüdlicher Einsatz ist ein beeindruckendes Beispiel dafür, wie viel Veränderung bereits auf lokaler Ebene möglich ist. Der Kampf um Gleichberechtigung in der Kirche ist noch lange nicht vorbei, aber mit Frauen wie Anne Krämer an der Spitze gibt es Hoffnung und Zuversicht.